Rheinmetall rechnet den F126-Schock durch - und das ist der echte Schaden
Der Umsatzdämpfer wirkt kleiner als der Kursrutsch vermuten ließ. Doch beim Auftragseingang reißt die Lücke, die Rheinmetall im August erklären muss. Für Sie zusammengefasst Umsatzverlust 2026 bis zu 300 Millionen Euro Auftragsvolumen fällt deutlich unter 20 Milliarden Marineprojektverlust schwächt strategische Position Report: SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen Rheinmetall bekommt die geplatzte Fregatten-Story nun auch in den eigenen Zahlen zu spüren. Der DAX-Konzern prüft nach dem Baustopp für sechs F126-Fregatten mögliche Folgen für die Jahresprognose. Ohne kurzfristige Gegenmaßnahmen könnte der Umsatz 2026 um bis zu 300 Millionen Euro niedriger ausfallen. Das teilte Rheinmetall im Rahmen eines Updates mit. Eine detailliertere Einschätzung will der Konzern mit den Zahlen zum zweiten Quartal am 6. August vorlegen. Der eigentliche Schlag trifft allerdings weniger den kurzfristigen Gewinn als den Auftragseingang. Rheinmetall hatte für das zweite Quartal ein Nomination-Volumen von rund 20 Milliarden Euro erwartet. Diese Kennzahl umfasst den Auftragseingang und das Volumen neu abgeschlossener Rahmenverträge. Wegen des F126-Ausfalls wird dieses Ziel nun nicht erreicht; stattdessen rechnet der Konzern nur noch mit einem niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag. Zwar bestätigte Rheinmetall zugleich, dass das erwartete Umsatzwachstum von mehr als 60 Prozent im zweiten Quartal erreicht worden sei. Für Anleger bleibt aber die Frage, wie groß die Lücke im Auftragsbuch, bei Anzahlungen und bei der künftigen Cash-Generierung tatsächlich wird. Anzeige Handeln Sie Ihre Einschätzung zu DAX Performance! Short 28.304,28€ 24,92 × 10,36 Zum Produkt Long 23.324,78€ 25,00 × 10,33 Zum Produkt Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung, das bisherige F126-Fregattenprogramm nach Verzögerungen und erwarteten Kostenüberschreitungen zu stoppen. Stattdessen soll die Marinesparte TKMS von Thyssenkrupp zum Zug kommen. Ein Reuters vorliegender Entwurf des Finanzministeriums sieht zunächst vier Meko-A-200-Kriegsschiffe im Wert von rund 6,63 Milliarden Euro vor. Zusätzlich enthält der Deal eine Option auf bis zu vier weitere Schiffe für rund 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt könnte das neue Kriegsschiffprogramm den Staat damit bis zu 12 Milliarden Euro kosten. Rheinmetall versucht, den Schaden einzugrenzen. Der geplante Beitrag des F126-Programms zur mittelfristigen Umsatzprognose für 2030 lag nach Unternehmensangaben bei weniger als drei Prozent. Citi-Analysten sehen den möglichen Umsatzausfall von 300 Millionen Euro für 2026 bei rund zwei Prozent des erwarteten Konzernumsatzes und den Effekt auf das operative Ergebnis bei etwa einem Prozent. Auch Barclays bleibt trotz einer leichten Kurszielsenkung von 2.035 auf 2.000 Euro bei "Overweight". Exklusiv für wallstreetONLINE UserEröffnen Sie bis zum 31.07.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie in unserer Auswahl im Wert von 50 Euro. Trotzdem ist der Rückschlag strategisch heikel. F126 sollte nach der NVL-Übernahme ein Anker für Rheinmetalls neue Marine-Sparte werden. JPMorgan senkte die Gewinnschätzungen und reduzierte das Kursziel um zehn Prozent auf 1.350 Euro. Die Analysten verweisen auf schnellere Veränderungen in der Verteidigungstechnologie, langsamere Auftragsvergaben der Bundesregierung und höhere Umsetzungsrisiken. Für Rheinmetall bleibt damit das große Bild intakt, doch die Marine-Story hat einen sichtbaren Riss bekommen. Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen wallstreetONLINE Redaktion 0 Follower Autor folgen Mehr anzeigen Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema! Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich. Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger. Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können. NEU: Podcast "Börse, Baby!" Mehr anzeigen NEU: Podcast "Börse, Baby!"