Rheinpegel Düsseldorf: Minus 5 Zentimeter am Wochenende - so geht es weiter
Einen Zentimeter unter null zeigt die Pegelanlage in Düsseldorf am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr an. Erstmals wurde damit ein Stand im negativen Bereich gemessen. Ein neuer historischer Tiefstand ist das jedoch nicht mehr, denn genau zehn Stunden später fiel der Pegel auf Minus fünf Zentimeter. Auch wenn der Rheinpegel Düsseldorf am Montagmorgen noch einmal Werte von Minus vier und Minus drei anzeigte, dürfte ein neuer Rekord erst einmal nicht mehr erreicht werden. Laut Prognose der zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wird der Wasserspiegel des Rheins in den kommenden Tagen steigen. Am Donnerstagmorgen sollen es zehn Zentimeter sein. Der Wasserstand wird damit aber auch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben. Dass bei der aktuellen Niedrigwasserphase ein neuer Rekord in Düsseldorf aufgestellt wurde, dürfte mittlerweile klar sein. Welcher Wert dann offiziell angegeben wird, dürfte sich erst in einiger Zeit entscheiden. „Die Werte sind mit Vorsicht zu genießen“, sagte ein Sprecher der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz auf Anfrage unserer Redaktion. Denn dabei handele es sich um Rohdaten. Diese müssten erst noch ausgewertet werden. Das könne durchaus zwei oder drei Monate dauern. Die Hitzewelle der vergangenen Wochen ist vorerst vorbei: In Nordrhein-Westfalen kühlt es sich am Montag deutlich ab bei Höchstwerten zwischen 20 und 23 Grad und zeitweise leichtem Regen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. In der Nacht zum Dienstag erwarten die Meteorologen starke Bewölkung und zeitweise schauerartigen Regen. Die Höchsttemperaturen sollen zwischen 18 und 22 Grad liegen. Auch in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch selbst sind Bewölkung und gebietsweise Regen angesagt. Die Fahrrinne im Rhein ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer. In Düsseldorf etwa sind es 1,59 Meter mehr. Das variiert aber von Standort zu Standort. Schiffe können auch im Niedrigwasser fahren, aber nur mit deutlich weniger Fracht als sonst. Das Transportgut muss auf mehr Schiffe verteilt werden. Auch in Köln wurden in den vergangenen Tagen neue historische Tiefpunkte des Wasserstandes gemessen. Am Donnerstagmittag wurde ein Pegelstand von 49 Zentimeter gemessen. Nach der weiteren Abschätzung der zuständigen Behörde könnte der Pegelstand in Köln am Sonntag 47 Zentimeter erreichen. Das wären 22 Zentimeter weniger als der alte historische Tiefstand vom 23. Oktober 2018 vor der starken Trockenheit in diesem Sommer. „Der Tiefstpunkt ist nicht nur ein bisschen unterboten, sondern es hat einen ganz richtigen Sprung nach unten gemacht“, betont der Außenbezirksleiter den Unterschied.