DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,78 % 4.439,50 USD 07:40:02 Silber -0,17 % 65,00 USD 07:40:00 Brent +0,14 % 87,84 USD 07:40:05 WTI +0,17 % 82,27 USD 07:40:07 Bitcoin +0,09 % 63.967,09 USD 07:49:56 EUR/USD -0,10 % 1,15450 USD 07:49:24 EUR/GBP -0,29 % 0,85410 GBP 07:50:01 EUR/CHF +0,14 % 0,93520 CHF 07:50:09 EUR/JPY +0,68 % 183,716 JPY 07:50:10

Rheuma und Herzgesundheit: Neue S3-Leitlinie definiert klare Standards

Gesundheit

Die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen erfordert über die Gelenktherapie hinaus eine fundierte Strategie zur Vermeidung von Begleiterkrankungen. Im Fokus steht dabei insbesondere das Herz-Kreislauf-System, da Patienten mit rheumatischen Leiden ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle aufweisen. Mit der im Jahr 2026 im AWMF-Register unter der Nummer 060-010 veröffentlichten S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ liegt nun ein aktualisierter Standard vor, der klare Vorgaben für die klinische Praxis definiert. Systematische Risikoabschätzung im klinischen Alltag Ein zentraler Aspekt der unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) entwickelten Leitlinie ist die Etablierung eines strukturierten Monitorings. Fachleute betonen, dass die Einschätzung des kardiovaskulären Risikos kein einmaliges Ereignis sein dürfe, sondern in regelmäßigen Abständen wiederholt werden müsse. Die Richtlinie sieht vor, dass bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen mindestens alle fünf Jahre eine umfassende Risikoabschätzung erfolgen sollte. Für Patienten, bei denen bereits ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt wurde, verkürzt sich dieser Intervall deutlich. In diesen Fällen empfehlen die Experten eine jährliche Überprüfung der entsprechenden Parameter, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Empfehlungen zur medikamentösen Therapie Anzeige Die neue S3-Leitlinie zum Management kardiovaskulärer Komorbiditäten bei Rheuma ist da. Sie zeigt, wie Sie Ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko senken können – mit klaren Vorgaben zu Kontrollintervallen und Medikamentendosierung. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern Die medikamentöse Behandlung der rheumatischen Grunderkrankung hat direkten Einfluss auf das kardiovaskuläre Profil der Betroffenen. Die Leitlinie widmet sich daher detailliert dem Einsatz gängiger Wirkstoffklassen. Für die Anwendung von Glukokortikoiden und nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wird ein restriktiver Ansatz verfolgt. Diese Substanzen sollten demnach stets in der niedrigsten wirksamen Dosis eingesetzt werden, um die Belastung für das Herz-Kreislauf-System so gering wie möglich zu halten. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Regelwerk den JAK-Inhibitoren, die vor allem bei der rheumatoiden Arthritis zum Einsatz kommen. Hier mahnen die Autoren der Leitlinie zur Vorsicht, sofern bereits kardiovaskuläre Risikofaktoren beim Patienten bekannt sind. In solchen Konstellationen sei ein Einsatz dieser Wirkstoffe nur nach einer sorgfältigen und individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung vertretbar. Bedeutung der fachübergreifenden Zusammenarbeit Anzeige Rheumapatienten haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die neue S3-Leitlinie empfiehlt ein strukturiertes Monitoring – mindestens alle 5 Jahre, bei hohem Risiko jährlich. Erfahren Sie, wie Sie diese Vorgaben in Ihrer Behandlung umsetzen. Leitfaden zum Risiko-Screening jetzt sichern Die Erstellung der S3-Leitlinie durch die DGRh unterstreicht die Notwendigkeit, Komorbiditäten als integralen Bestandteil der Rheumatologie zu begreifen. Da entzündliche Prozesse im Körper die Gefäßgesundheit unmittelbar beeinträchtigen können, zielt die Richtlinie darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen, Kardiologen und Hausärzten zu verbessern. Durch die klaren Vorgaben zu Kontrollintervallen und Dosierungsempfehlungen soll die Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauf-Ereignissen bei Rheumapatienten langfristig gesenkt werden. Die Leitlinie fungiert damit als wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfe, um die oft komplexe medikamentöse Einstellung mit den Anforderungen des Gefäßschutzes in Einklang zu bringen. Fachkreise werten die Veröffentlichung als wichtigen Schritt zur Standardisierung der Versorgung in einem Bereich, der aufgrund der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Zunahme von Multimorbidität stetig an Bedeutung gewinnt.

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