Richard Socher und Arthur Mensch: "Es gibt kein realistisches Szenario, wie KI die Menschheit auslöscht"
Schon erstaunlich, dass sich die globale Debatte über künstliche Intelligenz (KI) in einen Zustand geschraubt hat, in dem es bereits zum Hot Take gilt, die Welt nicht kurz vor dem Abgrund zu sehen. »Es gibt kein realistisches Szenario, in dem KI die Menschheit auslöscht«, sagt Richard Socher, einer der meistzitierten KI-Forscher der Welt und CEO mehrerer Firmen, im Gespräch mit der ZEIT.
Der Satz ist eine Entgegnung auf die Weltuntergangsbefürchtungen, die derzeit allgegenwärtig sind. Es fing damit an, dass ein Forscher der KI-Firma Anthropic seinen Job gekündigt hat, weil er sich Sorgen machte, dass sein ehemaliger Arbeitgeber höchst Gefährliches entwickelt. Einer seiner Ex-Kollegen stimmte ihm öffentlich zu und bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass KI in den kommenden zehn Jahren alle Menschen tötet, auf mehr als zehn Prozent.