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Riesen-Windpark am Möhnesee schrumpft weiter: 17 Windräder mitten im Arnsberger Wald

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Riesen-Windpark am Möhnesee schrumpft weiter: 17 Windräder mitten im Arnsberger Wald

Von: Katharina Heyn

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Weniger Fläche und schwierige Topografie: Das Unternehmen Juwi hat seine Planungen für den Windpark im Arnsberger Wald erneut angepasst.

Möhnesee – Erst sollten es mal 35 Windräder werden, dann 21 Stück. Jetzt schrumpft der ursprünglich als einer der größten in der Region geplante Windpark „Herdringer Forst“ weiter: Insgesamt 17 Anlagen will der weltweit agierende Projektierer „Juwi“ im Arnsberger Wald auf Möhneseer und Arnsberger Gebiet nun bauen.

Schon als die Investoren im vergangenen Jahr von 35 auf 21 Anlagen zurückruderten, begründete das Unternehmen den Schritt unter anderem mit der konkreten Ausweisung der Windenergiebereiche im Regionalplan. Für die neuste Verschlankung führt Juwi-Sprecher Christian Hinsch auf Anfrage diese Gründe erneut an: „Grund hierfür ist zum einen die finale Ausweisung der Fläche im Regionalplan, die kleiner ausfällt als anfangs angenommen.“ Ein weiterer Grund sei die „anspruchsvolle Topografie“ des Geländes, vor allem Höhenunterschiede zwischen Siepen und die teilweise steilen Hänge hätten eine Rolle gespielt.

Verschlankung des Windparks am Möhnesee: Es werden doch weniger

Keine Auswirkungen auf die Verschlankung des Windparks haben laut dem Juwi-Sprecher dagegen die kürzlich bekannt gewordenen personellen Veränderungen im Unternehmen. Der Solar- und Windenergiepark-Bauer mit Sitz in Wörrstadt (Rheinland-Pfalz) kündigte im Juni an, bei seinen acht Standorten in Deutschland 280 Stellen abzubauen. Weltweit beschäftigt der Projektierer nach eigenen Angaben rund 1350 Mitarbeiter. Damit würde rund ein Viertel der Belegschaft wegfallen.

Die Unternehmensführung schrumpft ebenfalls: Statt drei soll es ab Oktober dieses Jahres nur noch zwei Geschäftsführer geben. Der Juwi-Vorsitzende Jost Backhaus bleibt im Unternehmen, während Thomas Hüsgen als neuer Geschäftsführer dazukommt. Als Grund für den Sparkurs nennt Juwi in einer Pressemitteilung von Juni den verschärften Wettbewerb im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Noch 17 Anlagen geplant

„Die Entwicklung und der Bau von Windenergie-Anlagen in Deutschland ist und bleibt auch zukünftig ein zentrales Geschäftsfeld von Juwi, das wir ungeachtet des anstehenden Personalabbaus weiterverfolgen“, erklärt Juwi-Sprecher Christian Hinsch. „Das gilt auch für das Projekt ‚Herdringer Forst‘. Die personellen Änderungen haben keine Auswirkungen auf das Projekt.“

Kleiner wird der Windpark dennoch: Von den jetzt geplanten 17 Anlagen sollen künftig 10 auf Möhneseer Seite, 7 auf Arnsberger Gebiet, nördlich von Bruchhausen, entfallen. Entstehen soll der Windpark „Herdringer Forst“ südwestlich des Möhnesees, auf einer Fläche, die sich im Besitz der Kulturstiftung Herdringer Forst befindet. Die Projektierer schlossen einen entsprechenden Gestattungsvertrag mit der Stiftung. Zuständige Genehmigungsbehörden sind der Kreis Soest und der Hochsauerlandkreis.

Anträge sind eingereicht

Nach eigenen Angaben habe Juwi im Juli die entsprechenden Anträge für die 17 Windräder eingereicht. Es würden derzeit noch einzelne Angaben nachgereicht werden, so Juwi-Sprecher Hinsch, sodass der Projektierer im kommenden Jahr mit einer Genehmigung rechne. Den Eingang der Anträge bestätigten der Kreis Soest und der Hochsauerlandkreis (HSK) auf Anfrage.

Über das Unternehmen

Juwi gilt als eines der führenden Unternehmen in der Branche im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Name bildet sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Firmengründer Fred Jung und Matthias Willenbacher. Neben Deutschland baut Juwi laut eigenen Angaben derzeit in Griechenland, Afrika, den USA und Italien.

Damit liegt der Solar- und Windenergiepark-Bauer mit seinem eigenen, ursprünglich gefassten Zeitplan zurück: „Der Start des Genehmigungsverfahrens hat sich um ca. ein Jahr verzögert, das ist richtig“, sagt Hinsch. „Hintergrund sind vor allem das anspruchsvolle Gelände, sodass die Planung mit der Erstellung umfangreicher naturschutz- und waldschutzrechtlicher Gutachten begleitet werden muss, im Zusammenhang mit der Größe des Windparks.“ Nach Erhalt der Genehmigung soll im Laufe des Jahres 2027 die Teilnahme an der Ausschreibung erfolgen, sodass im Jahr 2028 der Baustart erfolgen kann. Die Inbetriebnahme ist weiterhin für Ende 2029 angesetzt.

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