Ring verbindet Königin Margrethe von Dänemark bis heute mit Henrik (†83)
Vor 60 Jahren, am 5. Oktober 1966, gaben Königin Margrethe (85) und Prinz Henrik (†83) ihre Verlobung bekannt. Was damals mit einer zunächst unscheinbaren Begegnung begann, sollte sich zu einer jahrzehntelangen Liebesgeschichte entwickeln. Mehr als 50 Jahre blieben die beiden miteinander verbunden – bis zu Henriks Tod im Februar 2018. Dabei deutete anfangs wenig darauf hin, welch außergewöhnlichen gemeinsamen Weg das Paar vor sich hatte.
Erste Begegnung mit Henrik in Margrethes Studienzeit
1965 traf die spätere dänische Königin den französischen Diplomaten Henri de Laborde de Monpezat bei einem Abendessen in London. Margrethe studierte damals an der London School of Economics, Henri arbeitete an der französischen Botschaft.
Obwohl sie sich danach mehrfach begegneten, funkte es zunächst nicht. Erst bei einer Hochzeit in Schottland im Frühjahr 1966 kamen sie sich näher. Zurück in London verabredeten sie sich schließlich zum Lunch – für Margrethe war es das erste richtige Date ihres Lebens.
Besonders in Erinnerung blieb ihr dabei Henris Ankunft. Jahrzehnte später erzählte sie: „Er holte mich in seinem grünen, offenen Sportwagen ab.“
Das Treffen hinterließ bei der damals 26-Jährigen offenbar einen nachhaltigen Eindruck. Margrethe war so aufgeregt und verliebt, dass sie beim Lunch kaum etwas essen konnte. Am Ende dieses besonderen Tages soll ihr endgültig klar geworden sein, wie tief ihre Gefühle für den Franzosen bereits waren: „An diesem Abend wurde mir klar, dass ich mich unsterblich in ihn verliebt hatte.“
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Am 5. Oktober 1966 wurde die Verlobung offiziell
Im Sommer 1966 nahm die zunächst geheime Beziehung von Margrethe und Henrik eine wichtige Wendung. Die dänische Thronfolgerin verbrachte mit dem französischen Diplomaten ein Wochenende auf Gut Rosenfeldt bei Vordingborg, wo ihre Freundin Comtesse Amfelt zum Sankt-Hans-Fest eingeladen hatte.
Offenbar wurde dort bereits über eine gemeinsame Zukunft gesprochen. Den Heiratsantrag machte Henri jedoch später in der Kopenhagener Wohnung der Comtesse. Während diese in der Küche war, ging er vor Margrethe auf die Knie und hielt auf dem Sofa um ihre Hand an, wie „Billed-Bladet“ berichtet.
Am 5. Oktober 1966 wurde die Verlobung schließlich offiziell verkündet.
Zwei Diamanten als Symbol ihrer Liebe
Henri schenkte seiner Verlobten einen sogenannten „Toi et Moi“-Ring – übersetzt „Du und ich“. Das Design mit zwei nebeneinanderliegenden Diamanten soll die Verbundenheit zweier Menschen symbolisieren.
Ein besonderes Erinnerungsstück an ihre Verlobung trägt Königin Margrethe noch heute bei sich. Wie ein Foto von einem Termin im Juni 2026 zeigt, schmückt der Ring auch 60 Jahre später noch ihre Hand.
Aus dem Diplomaten wurde Prinz Henrik
Am 10. Juni 1967 besiegelten Margrethe und Henri ihre Liebe offiziell. In der Holmens Kirke in Kopenhagen gaben sich die Kronprinzessin und der französische Diplomat das Jawort. Aus Henri de Laborde de Monpezat wurde Prinz Henrik von Dänemark.
Bereits 1968 wurde ihr erster Sohn geboren, der heutige König Frederik X. (58). Ein Jahr später folgte Prinz Joachim (57). Als Margrethe nach dem Tod ihres Vaters Frederik IX. am 14. Januar 1972 den dänischen Thron bestieg, veränderte sich auch Henriks Leben grundlegend. Fortan stand er als Ehemann einer regierenden Königin an ihrer Seite.
Margrethe und Henrik gingen mehr als fünf Jahrzehnte gemeinsam durchs Leben
Ganz ohne Spannungen blieb die Ehe allerdings nicht. Henrik sprach im Laufe der Jahre immer wieder offen über seine Rolle als Prinzgemahl und darüber, dass er sich seiner Frau gegenüber nicht als gleichgestellt empfand.
Trotz aller Höhen und Tiefen blieben Margrethe und Henrik mehr als ein halbes Jahrhundert miteinander verbunden. Am 13. Februar 2018 starb Prinz Henrik im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg.
Der Tod ihres geliebten Mannes traf sie schwer, doch überraschend kam er nicht: „Es war anders, als wäre man plötzlich alleine gewesen. Er war die letzten zwei Jahre schon krank. Wir konnten nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen wie zuvor. Ich begann mich daran zu gewöhnen, Dinge allein zu tun“, so Margarethe in einem Interview 2019 mit dem schwedischen Magazin „Expressen“.
Mit Material von Dana Press