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Ringplanet die ganze Nacht sichtbar

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Saturn-Spektakel im Oktober: „Wer noch nie das Ringsystem gesehen hat, sollte dies nicht verpassen“

Von: Tanja Banner

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Saturn in Opposition, zwei Sternschnuppenströme und die Andromeda-Galaxie: Die Highlights am Sternenhimmel im Oktober im Überblick.

München – Wer in den kühlen Oktobernächten den Blick nach oben richtet, wird mit einem faszinierenden Himmelsschauspiel belohnt. Dunkle Nächte und klare Herbstluft bieten ideale Bedingungen für Hobby-Astronomen und Sterngucker in ganz Bayern. Warme Kleidung und eine Thermoskanne sind Pflicht – denn am Firmament gibt es diesen Monat einiges zu entdecken.

Den absoluten Höhepunkt des Monats liefert der Planet Saturn. Schon mit Einbruch der Dämmerung zeigt sich der Ringplanet am Osthimmel. Am 4. Oktober steht er in Opposition zur Sonne. Das bedeutet: Sobald die Sonne im Westen versinkt, steigt Saturn im Osten empor und bleibt die gesamte Nacht über sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt trennen ihn rund 1260 Millionen Kilometer von der Erde – sein Licht ist eine Stunde und 10 Minuten zu uns unterwegs.

Ringplanet Saturn im Rampenlicht: Die große Opposition am 4. Oktober

„Der Ringplanet Saturn steht der Sonne genau gegenüber“, erklärt Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde auf Anfrage von Merkur.de von Ippen.Media. „Wer noch nie das Ringsystem mit den eigenen Augen gesehen hat, der sollte dies nicht verpassen“, betont der Experte und hat einen Tipp für alle, die kein Teleskop besitzen: „Bei den Beobachtungsprogrammen der Sternwarten steht er gewiss auf dem Plan, und das kleinste Fernrohr genügt, um die Ringe zu entdecken.“

Zur Opposition tritt zudem ein faszinierender optischer Effekt auf: „Die Ringe sind dann im Vergleich zur Planetenkugel besonders hell. Der Hauptgrund liegt in den wellenoptischen Eigenschaften des gestreuten Lichts. Mit der Lichtquelle genau im Rücken überlagern sich die Wellenzüge besonders intensiv“, so Pilz.

Die Planeten Mars und Jupiter sind erst spät in der Nacht zu sehen

Auch die weiteren Planeten unseres Sonnensystems mischen am Nachthimmel mit:

Mars: Geht gegen 1 Uhr nachts auf und gewinnt im Monatsverlauf etwas an Leuchtkraft. Anfang Oktober zieht der Rote Planet am offenen Sternhaufen Praesepe (M44) vorbei – eine ideale Gelegenheit, seine Himmelswanderung zu verfolgen.

Jupiter: Der Gasriese geht im Oktober deutlich nach Mitternacht auf. Frühaufsteher dürfen sich besonders auf den Morgen des 6. Oktober freuen: Dann zieht die schmale, abnehmende Mondsichel dicht an Jupiter vorbei und sorgt für einen schönen Anblick.

Merkur und Venus: Merkur bleibt in Deutschland im Oktober unsichtbar (nur in Südeuropa wie Südspanien, Süditalien oder Griechenland ist er tief am Abendhimmel zu sehen – hierzulande taucht er erst im November wieder auf). Die Venus hält sich am Taghimmel auf und bleibt verborgen.

Sternschnuppen-Highlights im Oktober: Draconiden und Orioniden

Gleich zwei Meteorschauer kreuzen im Oktober die Erdbahn: Die eher unauffälligen Draconiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober. Zu sehen sind nur wenige langsame Sternschnuppen – ein größerer Ausbruch wird 2026 nicht erwartet. Bei den Orioniden werden in der Nacht auf den 22. Oktober etwa 25 bis 30 Meteore pro Stunde über den Himmel flitzen. Die Sternschnuppen sind sehr schnell, die besten Beobachtungschancen hat man von Mitternacht bis zum Morgengrauen. Die Partikel der schnellen Orioniden stammen aus der Staubspur des berühmten Halleyschen Kometen.

Am Sternenhimmel kündigt sich unübersehbar die kältere Jahreszeit an: Während das bekannte Sommerdreieck nach Südwesten abwandert, zieht der Große Wagen tief in den Norden. Hoch am Himmel thront Cassiopeia (das Himmels-W). Das beherrschende Herbststernbild ist das Pegasusquadrat (Herbstviereck). Im Pegasus ist der Stern Scheat (Beta Pegasi) besonders spannend: Er ist ein Riesenstern mit einem mehr als 160-fachen Sonnendurchmesser und einer Entfernung von 195 Lichtjahren.

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