Rocket Lab eröffnet Standort in München
tz München Paukenschlag: SpaceX-Konkurrent kommt nach München – schon 87 erfolgreiche Starts Von: Andreas Höß Uns auf Google folgen Der US-Raumfahrtkonzern Rocket Lab siedelt sich in München an. Das Unternehmen hat dafür die Münchner Firma Mynaric übernommen. München/Auckland – Der Großraum München bekommt eine weitere Raketenfirma: Nach Isar Aerospace aus Ottobrunn und der Rocket Factory Augsburg – beides bayerische Eigengewächse – siedelt sich auch Rocket Lab aus den USA und Neuseeland in München an. Ziel ist ein „möglicher weiterer Ausbau der Satelliten- und Komponentenfertigung von Rocket Lab in Deutschland“, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Siedelt sich in München an: Rocket Lab ist SpaceX-Konkurrent Rocket Lab wurde 2006 von Sir Peter Beck in Neuseeland gegründet, betreibt dort einen Startplatz für Trägerraketen und sitzt heute im amerikanischen Los Angeles. Das Unternehmen gilt als einer der Hauptkonkurrenten von SpaceX des Tesla-Gründers Elon Musk und ist an der Börse umgerechnet über 40 Milliarden Euro wert. Das Unternehmen hat unter anderem die rund 20 Meter lange Electron-Rakete entwickelt, die kleine Satelliten und eine maximale Nutzlast von 300 Kilo in die Erdumlaufbahn bringen kann. Bisher gab es bereits 92 Starts der Electron-Rakete, 87 davon waren erfolgreich. Rocket Lab ist damit bereits deutlich weiter als die Raketenfirmen in Bayern. Isar Aerospace hat bisher erst einen Testflug absolviert, dabei aber nicht den Orbit erreicht. Die Augsburg Rocket Factory will in diesem Sommer einen ersten Flugversuch starten. Um in Deutschland Fuß zu fassen, hat Rocket Lab die Münchner Firma Mynaric übernommen. Mynaric stellt Laserkommunikationssysteme und optische Datenübertragungstechnologien für Satelliten und Flugzeuge her. Diese Systeme soll die Firma weiter produzieren und künftig auch neue optische Komponenten für die Raumfahrt entwickeln, so Rocket Lab. Der deutsche Ableger von Rocket Lab könnte außerdem „die Produktion in Deutschland um Satelliten, Nutzlasten und weitere Komponenten“ erweitern und einen „regionalen Hub für Satellitenkonstellationen“ schaffen. Ob auch der Bau von Trägerraketen in Deutschland angedacht ist, ist nicht bekannt. Raumfahrt wird für Militär im wichtiger München hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Zentren für Raumfahrt in Europa entwickelt. Neben den Start-ups Isar Aerospace und Augsburg Rocket Factory, die Trägerraketen entwickeln, sitzt unter anderem der Raumfahrtriese Airbus Defence and Space in der Region. Die TU München baut außerdem gerade einen Campus für Luft- und Raumfahrt in Ottobrunn-Taufkirchen auf. Zudem hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen einen Standort mit 2000 Mitarbeitern und auch die Universität der Bundeswehr in München bündelt ihre Raumfahrtaktivitäten im SPACE-Zentrum in Neubiberg.