Rocklegende weicht auf andere Stadt aus
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Kein Konzert in Kassel wegen documenta: Rocklegende weicht auf andere Stadt aus
Von: Kathrin Meyer
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Der Friedrichsplatz fällt als Konzertort aus. Bryan Adams tritt deshalb im August auf seiner „Roll With The Punches“-Tour im Baunataler Parkstadion auf.
Kassel/Baunatal – Bryan Adams gibt ein Konzert, allerdings nicht in Kassel, sondern im Baunataler Parkstadion. Im kommenden Jahr werden nämlich wegen der documenta keine Konzerte auf dem Kasseler Friedrichsplatz stattfinden. Der Veranstalter Cofo Entertainment aus Passau, der zuletzt unter anderem den Auftritt von Roland Kaiser veranstaltet hatte, zieht deshalb nach Baunatal und hat als ersten Act Bryan Adams bekannt gegeben. Der kanadische Rocksänger, der bereits 1999 beim Hessentag im Parkstadion aufgetreten ist, spielt ein Konzert seiner „Roll With The Punches“-Open-Air-Tour. Die Fans erwartet eine Rockshow mit den größten Hits aus mehr als vier Jahrzehnten – von „Summer Of ’69“ und „Run To You“ über „Heaven“ und „Everything I Do“ bis hin zu „Please Forgive Me“, heißt es in der Ankündigung.
Der allgemeine Vorverkauf startet am Samstag, 9. Oktober, um 10 Uhr. Tickets gibt es in den HNA-Geschäftsstellen und online unter sommer-park.com. Die neue Konzertreihe von Cofo Entertainment unter dem Titel „Sommer im Park“ soll im August in Baunatal stattfinden und noch weitere Veranstaltungen beinhalten. Der Veranstalter spricht davon, dass Baunatal zum „Konzertmekka für alle Musikfans in Nordhessen“ werden soll.
Bryan Adams spielt 2027 Konzert in Baunatal
Auf Anfrage, ob Baunatal womöglich dauerhaft Konzert-Standort bleiben könnte und der Kasseler Friedrichsplatz dann nicht mehr bespielt werde, heißt es von Cofo: „Grundsätzlich können wir uns vorstellen, in den nächsten Jahren an beiden Orten große Open-Air-Reihen zu veranstalten.“ Der Erfolg des Stadtsommers auf dem Friedrichsplatz in Kassel habe gezeigt, wie groß das Interesse an Großkonzerten an außergewöhnlichen Orten ist.
Außerdem sieht Cofo Entertainment in Baunatal nicht nur die Möglichkeit, Musikfans im documenta-Jahr einen Ausweichtermin, sondern auch potenziellen Acts generell eine größere Terminauswahl anzubieten. Der Friedrichsplatz sei meist auch sehr gut ausgelastet, wodurch man bei manchen Künstlern und Bands aus der Planung falle, so eine Sprecherin.
Auch von der Stadt Kassel heißt es auf Anfrage, dass die Konzerte im documenta-Sommer nicht bedeuteten, dass der Kasseler Stadtsommer dauerhaft umziehe. Während der documenta 16 stehe die Hessenkampfbahn allerdings nicht für Konzertveranstaltungen zur Verfügung, heißt es von der Stadt. Davor und danach schon. Gleichzeitig müsse mit Blick auf die Hessenkampfbahn aber auch die Wetterabhängigkeit, der hohe Grundwasserstand und die sensible Lage am Fuldaufer und zur Unterneustadt bei der Planung von Großveranstaltungen berücksichtigt werden.
Auestadion fällt wegen Bauarbeiten als Ausweichmöglichkeit weg
Auch im Auestadion können nach Angaben der Stadt 2027 aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten für den Sportcampus Süd wohl keine Konzerte stattfinden. Unabhängig davon sei Kassel Marketing weiterhin mit verschiedenen Akteuren im Austausch, um auch nächstes Jahr attraktive Veranstaltungsformate in Kassel zu ermöglichen. Mit Blick auf den Friedrichsplatz sieht die Stadt Kassel Konzerte und kulturelle Großveranstaltungen weiterhin als wichtigen Bestandteil des Veranstaltungsangebots, so ein Sprecher auf Anfrage. Dass der Platz 2027 dafür nicht zur Verfügung stehe, sei dem documenta-Jahr geschuldet. Grundsätzlich bleibt der Friedrichsplatz nach Angaben der Stadt auch darüber hinaus ein attraktiver Veranstaltungsort für drei Open-Air-Konzerte pro Jahr. Die Stadt habe ein großes Interesse daran, dort nach der documenta wieder besondere Konzerterlebnisse für die Menschen in Kassel zu ermöglichen.