Rockstar simuliert nasses und schmutziges Tierfell
Rockstar Games hatte schon mit Red Dead Redemption 2 vergleichsweise viel Aufwand in die Darstellung und das Verhalten von Tieren gesteckt. Für GTA 6 soll das System noch einmal ausgebaut werden. Dabei geht es offenbar nicht nur um eine größere Artenvielfalt. Wie aus der neuen Coverstory von Game Informer hervorgeht, arbeitet Rockstar auch an der detaillierten Darstellung von Fell, Federn und weiteren tierischen Oberflächen.
„The animal art and population teams are incredibly passionate about delivering animals that are accurately researched and look visually correct in every respect, alongside the supporting movement and animation to bring them to life.“
Michael Kane, Vice President of Dynamic Art bei Rockstar Games
Game Informer beruft sich dabei auf Michael Kane, Vice President of Dynamic Art bei Rockstar Games. Demnach soll GTA 6 mehr als 170 Tierarten über die Spielwelt von Leonida verteilen. Dazu zählen über 60 Vogelarten und mehr als 30 Landsäugetiere sowie verschiedene Fische und Reptilien. Konkret genannt werden unter anderem Seekühe, Flamingos, Pelikane und Alligatoren. Im Wasser sollen zudem unterschiedliche Haiarten, Wale, Rochen, Schildkröten und Quallen unterwegs sein.
Schmutz und Wasser verändern das Fell
Aus technischer Sicht interessanter ist allerdings, wie Rockstar diese Tiere darstellen will. Laut Kane soll Fell vollständig simuliert werden und auf verschiedene Umwelteinflüsse reagieren. Wird ein Tier nass, verändert sich dementsprechend die Darstellung des Fells. Auch Schmutz soll berücksichtigt werden und dazu führen können, dass Haare verkleben beziehungsweise einzelne Bereiche des Fells verklumpen.
„Furthermore, fur is fully simulated and set up for ‘human-to-animal interaction with dirt matting and clumping in environmental contexts, including getting wet, as well as color and coat variations,’ Kane explains.“
Game Informer
Hinzu kommen unterschiedliche Fellfarben und Fellvarianten. Game Informer nennt außerdem Interaktionen zwischen Menschen und Tieren als Bestandteil des Systems. Wie umfangreich diese ausfallen und welche Tierarten davon konkret betroffen sind, geht aus der Coverstory allerdings nicht hervor.
GTA 6 übernimmt Technik aus Red Dead Redemption
Bei der Tierdarstellung greift Rockstar nach eigenen Angaben auf Erfahrungen aus der Red-Dead-Redemption-Reihe zurück. Neben den neuen Haar- und Fellsystemen sollen Tiere je nach Art weitere Materialeigenschaften besitzen. Genannt werden Irideszenz, Biolumineszenz und Transluzenz. Auch unterschiedliche Federtypen sollen berücksichtigt werden.
Damit betreffen die neuen Systeme nicht ausschließlich Säugetiere mit Fell. Insbesondere bei der großen Zahl an Vögeln, Fischen und Meerestieren dürften unterschiedliche Materialien und Bewegungsmuster eine Rolle spielen. Haie, Wale, Rochen, Schildkröten und Quallen sollen laut Kane jeweils eigene Bewegungsverhalten erhalten.
Rockstar will die Fauna zudem stärker in die Erkundung von Leonida einbinden. Ähnlich wie in Red Dead Redemption sollen bestimmte Tiere verfolgt und entdeckt werden können. Game Informer nennt dafür die Kategorien „Rare“, „Discoverable“ und „Legendary“. Welche Tiere Rockstar in diesen Gruppen unterbringt, soll vor dem Release jedoch nicht verraten werden.
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Quelle: Game Informer