Rohrbruch in Berlin-Spandau flutet Straßen - Haus wird evakuiert
Der Bruch einer größeren Wasserleitung hat am Dienstag in Berlin-Siemensstadt Keller volllaufen lassen und Straßen und Gehwege unterspült. Ein Haus war so stark betroffen, dass es am Abend geräumt wurde.
In der Nacht zu Dienstag waren über mehrere Stunden über eine Million Liter Wasser ausgelaufen, hieß es von der Feuerwehr. Wie ein Sprecher dem rbb sagte, war am frühen Morgen gegen 2:30 Uhr eine Frischwasserleitung am Wernerwerkdamm gebrochen. Die Reis- und Ohmstraße sowie der Hefnersteig wurden geflutet und standen danach teilweise unter Wasser.
Nachdem die havarierte Wasserleitung abgestellt war, wurden die Straßen, Gehwege und Häuser, die zum Teil unterspült wurden, von Baustatikern geprüft.
Am Abend hieß es von der Feuerwehr, ein fünfstöckiges Wohnhaus mit rund 25 Bewohnern am Hefnersteig müsse geräumt werden. Wie ein Sprecher dem rbb sagte, wurde der Keller des Hauses unterspült. Nach Angaben der Spandauer Bauaufsicht bestünden Zweifel an der Statik. Für diejenigen Bewohner, die nicht bei Freunden oder Verwandten bleiben könnten, wollte der Bezirk für die Möglichkeit sorgen, in einem nahegelegenen Hotel zu übernachten.
Die Feuerwehr rechnete am Abend aber nicht damit, dass noch weitere Wohnhäuser geräumt werden müssten. "Wir haben Baustatiker in allen betroffenen Wohngebäuden drin gehabt", sagte Feuerwehrsprecher Dominik Pretz in der rbb24 Abendschau. Bis auf das eine Gebäude im Hefnersteig hätten alle Bewohner wieder in die Gebäude zurückkehren können.
Den Angaben zufolge liefen bei insgesamt 14 Wohnhäusern und einem Industriegebäude die Keller voll – teils bis zur Decke. Dutzende Feuerwehrleute waren über den ganzen Tag damit beschäftigt, Wasser abzupumpen.
Auf Gehwegen brachen Pflastersteine ein und hinterließen Löcher. Straßen waren mit Matsch und Pfützen bedeckt. Am Ort der Havarie ist der Boden abgesackt.
Etwa 1.200 Anwohnende waren zeitweise ohne Strom und Trinkwasser. Am Dienstagnachmittag sagte ein Sprecher von Stromnetz Berlin dem rbb, ein Großteil der Anwohner sei wieder mit Strom versorgt - von der Feuerwehr hieß es aber am Abend, es gebe weiter Haushalte ohne Strom. Die Wasserversorgung ist nach Angaben der Feuerwehr aber für alle wiederhergestellt.
Außerdem musste eine Gasleitung geschlossen werden, wie am Abend bekannt wurde. Laut Feuerwehr wurde ein Tor einer Werkszufahrt unterspült und könnte absacken. Deshalb musste die Gasleitung, die unter dem Tor lang entlangführt, abgequetscht werden.
Prüfstatiker sind weiter im Einsatz, um die Sicherheit der betroffenen Gebäude in Augenschein zu nehmen.
Warum die Wasserleitung gebrochen ist, ist noch nicht bekannt. Die zuständigen Wasserbetriebe gehen davon aus, dass das Leck am Montag bei der Verlegung eines neuen Anschlusses entstanden ist.