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Rohstoffe: 95 statt 200 Dollar - warum der Öl-Schock im Iran-Krieg ausbleibt

Welt

Ölpreise von bis zu 200 Dollar pro Barrel prophezeiten Experten wegen des Krieges. Das Handelsblatt erklärt, warum diese Prognosen trotz neuer Angriffe nicht eingetreten sind.

US-Angriff auf die „M/T Kylo“: Auf diesem vom US-Militär freigegebenen Videostandbild sollen Explosionen auf dem iranischen Öltanker zu sehen sein. Das Schiff ist nach Angaben des US-Militärs in der Nacht zu Sonntag im Golf von Oman gesunken. Foto: via REUTERS

Brüssel, Frankfurt, Paris. Obwohl sich die USA und der Iran in diesen Tagen wieder gegenseitig angreifen, notiert der Ölpreis lediglich bei 95 Dollar pro Barrel (159 Liter). Auf Wochensicht steht ein Plus von sechs Prozent. Zuletzt meldete das US-Militär, den iranischen Öltanker „M/T Kylo“ versenkt zu haben. Der Iran gab wiederum einen Angriff auf ein US-Militärboot bekannt, was die USA dementierten.

Vor wenigen Monaten hätten die Preise auf solche Nachrichten extremer reagiert: Zu Beginn des Irankriegs Ende Februar schoss der Preis von 72 Dollar innerhalb weniger Tage auf mehr als 119 Dollar hinauf. Manch ein Analyst hielt einen Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel für realistisch.

Nun wirkt es, als sei der Markt abgestumpft. Dabei liegen die Ölexporte aus der Golfregion noch immer bei lediglich etwa zwei Dritteln des Vorkriegsniveaus von täglich 20 Millionen Barrel.

Warum hat sich der Ölmarkt so fundamental anders entwickelt, als viele Experten erwartet hatten? Die Antwort liegt in einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Das Handelsblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

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