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Ronald Rauhe: Olympiasieger Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt

Sport

Der zweimalige Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport im Bundeskanzleramt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gab die Ernennung auf Instagram bekannt. Der 44-Jährige folgt auf Christiane Schenderlein (CDU), die ins Gesundheitsministerium wechselt. Ihr Wechsel war bereits vor der Sommerpause angekündigt worden.

Merz sieht die deutsche Bewerbung für die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 als vorrangige Aufgabe für den neuen Sport-Staatsminister. »Wir wollen dann, wenn die Entscheidung feststeht, wo sie stattfinden sollen, mit ganzer Kraft uns für diese Olympischen Spiele bewerben«, sagte Merz bei der Vorstellung Rauhes im Kanzleramt. »Und ich erhoffe mir dabei eine tatkräftige Unterstützung durch Ronald Rauhe. Aber es wird auch die ganze Bundesregierung hinter dieser Entscheidung stehen.«

Merz wies darauf hin, dass der Kanute Rauhe fünf olympische Medaillen und 16 Weltmeistertitel gewonnen hat. Insgesamt komme er auf 31 Medaillen bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und Europameisterschaften. »Und ich freue mich sehr, dass ich ihn gewinnen konnte, denn er ist auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Sport aktiv geblieben im Sport.«

Mit der Berufung Rauhes wolle er »ein Zeichen setzen, dass wir den deutschen Sport als ein wichtiges Aufgabengebiet sehen«, sagte Merz. Er wies aber darauf hin, dass Rauhe auch für das Ehrenamt zuständig sei.

Der 44-Jährige löst die bisherige Staatsministerin Schenderlein ab, deren Wechsel ins Gesundheitsministerium schon vor der Sommerpause verkündet worden war. Mit der Entscheidung des Kanzlers ist der Umbau der Bundesregierung infolge des Rücktritts von Unionsfraktionschef Jens Spahn abgeschlossen. Der Posten im Kanzleramt war der einzige, der vor der Sommerpause noch unbesetzt blieb.

WM-Gold und Sport-Engagement

Rauhe war einer der erfolgreichsten deutschen Kanuten. Der gebürtige Berliner erreichte seinen ersten Olympiasieg 2004 in Athen im Zweierkajak. 2021 holte er bei den Olympischen Spielen in Tokio mit dem Viererkajak erneut Gold. Seine Spezialstrecken waren die kurzen Distanzen über 200 und 500 Meter. Außerdem gewann er zahlreiche weitere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere setzte sich Rauhe weiter für den Sport ein. Unter anderem arbeitete er gemeinsam mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten an der Weiterentwicklung von Rennkanus. Außerdem engagierte er sich für die Interessen von Sportlerinnen und Sportlern.

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