DAX +0,41 % 25.464,01 Pkt 18:00:00 MDAX +0,90 % 32.395,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,12 % 6.289,51 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,49 % 61.434,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,07 % 4.039,10 USD 08:55:35 Silber +1,77 % 58,31 USD 08:56:10 Brent +3,59 % 87,11 USD 08:55:47 WTI +3,51 % 82,04 USD 08:56:04 Bitcoin +0,75 % 64.347,30 USD 09:06:05 EUR/USD +0,25 % 1,13970 USD 09:05:24 EUR/GBP +0,16 % 0,85680 GBP 09:06:12 EUR/CHF +0,10 % 0,93230 CHF 09:06:12 EUR/JPY +0,08 % 186,330 JPY 09:06:12

Rosenheim Stromausfall: Alles dunkel

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rosenheim24-de Rosenheim Rosenheim Stadt „Können nichts machen“: Feststeckende Aufzüge und Chaos – So erlebten Rosenheimer den Stromausfall Von: Tina Blum, Sophie Mischner, Magdalena Aberle Uns auf Google folgen Am Dienstag (28. Juli) legte ein Stromausfall plötzlich Rosenheim und Teile des Landkreises lahm. Nicht nur der Verkehr in der Stadt war massiv beeinträchtigt, auch am Max-Josefs-Platz herrschte große Verwirrung. Wie die Rosenheimer das Blackout erlebten. Rosenheim – Auf dem Max-Josefs-Platz blickte man am Dienstag (28. Juli) in ratlose Gesichter. Gegen 15.40 Uhr war auf einmal der Strom weg. Viele Geschäftsinhaber standen vor ihren Läden, dahinter war trotz strahlendem Sonnenschein alles dunkel. „Wir können gerade nichts machen, es ist Stromausfall“, sagte ein Kellner von „Dinzler“ zu einer Kundin. Auch bei „Tschibo“ mussten sich zwei Damen gedulden. „Sobald das Licht wieder da ist, können wir Ihnen etwas zu trinken machen“, sagte eine Mitarbeiterin des Ladens zu den beiden. „So ein Stromausfall ist sehr, sehr schlecht“, betonte Moritz Wandl, Mitarbeiter der „Dinzler-Filiale“ am Max-Josefs-Platz. Das bedeute, dass die Kühlung für die Kuchen ausfalle, auch Kaffee könne man keinen mehr machen. „Ich habe gerade noch Milch geschäumt“, erzählte Wandl. Er hoffte, dass der Strom schnell wiederkommt. „Sonst gehen die Kuchen kaputt.“ Ähnliche Sorgen hatte Paula Prekaj, die Frau des Inhabers der „Zenis Caffè Bar“. „Es ist jetzt echt blöd“, betonte sie. „Etwa eine Stunde hält das Eis, sonst muss es weg.“ Mit einem Lächeln merkte sie an, dass es nun das Einfachste wäre, alles zu verkaufen. Anders sah es bei der Buchhandlung „Rupprecht“ aus. „Wir können gerade nur Barzahlung annehmen“, erzählte Mitarbeiterin Viktoria Berger. Sie sei hinten im Büro gewesen, als plötzlich alles dunkel wurde. Zuerst habe sie im Sicherungskasten nachgesehen, doch da sei alles in Ordnung gewesen. Eine Kundin habe erzählt, dass auch in Großkarolinenfeld wohl gerade der Strom ausgefallen sei. Ampeln funktionierten nicht Aufgrund der Störung funktionierten auch die Ampeln nicht. An der Fußgängerampel an der Prinzregentenstraße in Richtung Max-Josefs-Platz blieben die Autos immer wieder stehen, um Fußgänger über die Straße zu lassen. Direkt daneben bei „Butlers“ stand eine Passantin ratlos vor der geschlossenen Automatiktür. „Es ist Stromausfall“, rief eine Mitarbeiterin ihr aus dem dunklen Innenraum zu. Für die Polizei blieb es aber verhältnismäßig ruhig: „In unserem Einsatzgebiet gab es keinen einzigen Unfall“, sagt ein Sprecher der Polizei Brannenburg auf Nachfrage. Ein gleiches Bild zeichnet sich in Bad Aibling. Eine Streife sei nach Kolbermoor aufgebrochen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. „Bis die Kollegen dort angekommen sind, war es schon wieder vorbei“, so der Beamte aus Bad Aibling. In Rosenheim brauchten Autofahrer kurzzeitig noch mehr Geduld als sonst. Nachdem alle Ampeln ausgefallen waren, herrschte Chaos. Aber auch das habe sich schnell wieder aufgelöst, ohne dass es dabei zu Unfällen gekommen sei, so ein Sprecher der Einsatzzentrale Rosenheim. Auch eine Regelung des Verkehrs sei nicht nötig gewesen. „Wenn eine Ampel ausfällt, gelten an jeder Kreuzung die Verkehrszeichen. Sind keine vorhanden, gilt rechts vor links.“ Feuerwehr berichtet von vielen Einsätzen Anders sieht es da schon bei der Feuerwehr aus. „Die Zahl der Einsätze war im Vergleich zu anderen Stromausfällen dieser Größenordnung schon markant“, berichtet Rosenheims Stadtbrandrat Hans Meyrl. Zu insgesamt zehn Einsätzen seien die Feuerwehrler in der knappen halben Stunde des Stromausfalls ausgerückt. Jedoch habe es sich dabei um fälschlich ausgelöste Brandmelder, Menschen, die in Aufzügen feststeckten, und zwei Einsätze wegen Rauchentwicklung gehandelt. Letztere vermutlich durch die Netzstörung. Und auch die Mobiltelefone schlugen Alarm: Um kurz nach 16 Uhr gab der Leitstellenbereich Rosenheim eine Gefahreninformation aus. „Achtung! Warnung Stromausfall für die Stadt Rosenheim“, hieß es in der Meldung. Nachdem der Strom wieder da gewesen war, wurde diese aufgehoben. Bayernwerke äußerten sich zur Ursache Die Bayernwerke teilten in einer Pressemitteilung mit, dass Schutzauslösungen in Umspannwerken zu dem großflächigen Stromausfall führten – genauer „eine Sammelschienenauslösung im Umspannwerk Pang“. An diese Sammelschiene seien weitere Umspannwerke angebunden. Bei einer Sammelschiene handele es sich um eine zentrale Anbindung von Stromkreisen. Über den Fehler in Pang sei es dann um 15:39 Uhr zu „Schutzauslösungen mehrerer Stromkreise“ gekommen. „Dadurch waren mehrere Umspannwerke spannungslos“, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Nachdem der Fehler in Pang lokalisiert worden war, konnten die Umspannwerke bis 16:04 Uhr wieder versorgt werden.

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