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„Rosins Restaurants“: Das wurde aus dem Manolo in Osnabrück

Unterhaltung

Sternekoch Frank Rosin ist einer der großen Küchen-Stars im deutschen Fernsehen. Regelmäßig nimmt er in seiner Sendung „Rosins Restaurants“ Gastro-Betriebe in ganz Deutschland unter die Lupe und versucht, den Betreibern auf die Sprünge zu helfen. Dass es nicht überall funktioniert, zeigt der aktuelle Fall: Am Donnerstag ist im TV der Abstecher von Rosin ins Restaurant Manolo in Osnabrück zu sehen. Katastrophale Zustände in der Küche und Essen, das nach Urin riecht, waren nur zwei der Probleme des Ladens. Was wurde aus dem Manolo in Osnabrück?

Frank Rosin besuchte das Manolo in Osnabrück

Schon im Jahr 2017 besuchte Sternekoch Frank Rosin das mexikanische Restaurant Manolo in Osnabrück. Der insgesamt 225 Quadratmeter große Laden wurde damals bewirtet vom gelernten Koch Christopher – und zwar allein. Trotzdem gab der Koch im Gespräch mit Rosin an, dass das Essen in drei, vier Minuten bei den Gästen ist. Wie geht das? In der Küche ein neuer Schreck: Rosin findet keine Töpfe und Pfannen. „Brauche ich nicht“, sagte Christopher. Der Grund dafür und für das Tempo: Hier wird alles nur in der Mikrowelle warm gemacht.

Nur eines von vielen Problemen im Manolo in Osnabrück. Hinzu kamen schwierige hygienische Bedingungen und eine fragwürdige Qualität des Essens. Beim traditionellen Testessen wurde beispielsweise Fleisch serviert, das die Gäste nicht essen wollten.

„Weil es säuerlich riecht“, sagte ein Besucher. Frank Rosin attestierte: „Das riecht wie Urin und kostet fast 30 Euro.“ Außerdem dauerte alles viel zu lange, die Gäste mussten Ewigkeiten warten. Das Testessen für 50 Personen, bei dem Koch und Restaurant-Chef Christopher sein Können im Manolo in Osnabrück zeigen sollte, wurde abgebrochen. Nach dem Testessen gab es furchtbare 14 von 50 Punkten.

Rosin kritisierte unter anderem die Koch-Ehre von Christopher. „Deine Ehre endet in der Mikrowelle.“ Christopher und seine Frau seien „liebe Menschen, aber sehr schlechte Gastronomen“. Der Abbruch des Testessens blieb nicht der einzige Abbruch in der Folge von „Rosins Restaurants“ aus dem Manolo in Osnabrück.

Am Ende scheiterte das gesamte Unterfangen wegen unüberwindbarer Differenzen im Bereich der Pacht. Deshalb gab es in der Folge von „Rosins Restaurants“ nicht einmal das klassische finale Testessen, bei dem es normalerweise einen Grund zum Feiern gibt.

„Die Sache ist eigentlich hier vorbei“, sagte Rosin – und rückte ab. „Ich möchte nur ganz offiziell an Frank Rosin sagen, dass ich diese Entscheidung megascheiße finde.“ Mit der Entscheidung wurde das Ende des Manolo in Osnabrück eingeläutet: Bis zum Ende des geltenden Pachtvertrages blieb das Restaurant erhalten, dann endete die Geschichte des Ladens.

Nach dem Manolo kam Frank Rosin ein zweites Mal

Koch und Ladenbetreiber Christopher äußerte sich nach dem Aus seines Ladens noch enttäuscht über das Prozedere. Er kritisierte unter anderem, der Urin-Geruch beim Essen sei aufgebauscht worden. Die Dreharbeiten mit Frank Rosin habe er als sehr unangenehm empfunden.

Absurd: Einige Zeit später, während der Corona-Pandemie, war Frank Rosin noch ein weiteres Mal in dem gleichen Laden zu Gast, denn hier gab es inzwischen das neue italienische Restaurant Bei Tony. Auch hier sollte Rosin dabei helfen, den Betrieb zu erhalten – und rechnete dem Lokal keine großen Chancen aus.

Doch das Ende des Manolo in Osnabrück hatte auch anderweitig ein Nachspiel: Es gab nach dem Aus des Restaurants noch einen Beitrag beim Online-Portal Hasepost, das Fotos aus dem Lokal zeigte.

„Der Pächter hat Mitte Juni 2017 aufgegeben, hat alles stehen und liegen lassen, genau so fanden wir zum Beispiel die Küche auch vor“, sagte eine Kontaktperson des Vermieters. Die Bilder zeigten katastrophale hygienische Bedingungen in dem Gebäude – Dreck und Schmutz überall.

Eigentümer kritisierte Hygiene des Manolo

Der Eigentümer kritisierte auch die offenbar mangelhaften Hygienekontrollen. Scheinbar sei in den fünf Jahren des Betriebs niemand von der Lebensmittelüberwachung in dem Lokal gewesen.

Die zuständige Kreisverwaltung teilte dazu mit, es habe eine Kontrolle gegeben, bei der schon 2012 nur kleinere Mängel festgestellt worden seien. Eine zweite Kontrolle im Jahr 2017 konnte dann nicht durchgeführt werden, weil der Laden zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr in Betrieb war. Im Anschluss wurde das Gewerbe abgemeldet.

Heute ist das Gebäude übrigens wieder belegt – und natürlich ein weiteres Mal mit Gastronomie. Hier befindet sich aktuell das portugiesische Restaurant Casa Maria. Ein großer Unterschied zu vorherigen Projekten: Der Laden scheint zu laufen. Zumindest bekommt das Lokal sehr gute Bewertungen, Gäste loben das gute Essen und die Gemütlichkeit. Bleibt zu hoffen, dass es so bleibt – und dass Frank Rosin hier nicht irgendwann ein drittes Mal anrücken muss …

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