Rot will Gespräche in Berlin kommende Woche „zu einem Ergebnis führen“
Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl „auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt“. Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. „In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen“, hieß es darin weiter.
Die Parteien ließen am Samstag zunächst offen, worin dieses „Ergebnis“ bestehen könnte. Denkbar wäre, dass es sich dabei um einen Beschluss zur offiziellen Aufnahme von rot-grün-roten Sondierungsgesprächen mit dem Ziel gemeinsamer Koalitionsverhandlungen handeln könnte.
Zwischen Linken, Grünen und SPD gibt es mehrere strittige Punkte. So wird den Linken vorgeworfen, in Teilen antisemitisch zu sein und Kontakte ins kriminelle Milieu zu unterhalten. Der Fraktionschef der Linken, Sören Pellmann, sagte „Politico“, man werde im Fall Ferat Koçak „keine weiteren Konsequenzen beraten“. Die SPD kritisiert außerdem die Pläne der Partei, große Wohnungskonzerne zu enteignen.
Vor einigen Tagen wurde zudem bekannt, dass Eralp Mitglied im vom Verfassungsschutz wegen Linksextremismus beobachteten Verein Rote Hilfe war. Bundestagsfraktionschef Pellmann trat nach öffentlicher Kritik dem umstrittenen Verein bei.