RTL-Chef räumt Fehler bei Raab-Comeback ein: „Mit Kopf durch die Wand“
Die Zusammenarbeit von Stefan Raab und RTL war seit der TV-Rückkehr des Entertainers im Jahr 2024 nicht nur von Erfolgen gekrönt. Nun hat RTL-Chef Stephan Schmitter in einem Live-Interview am Rande der Österreichischen Medientage in Wien konzeptionelle Fehler im Zusammenhang mit dem Star-Unterhalter eingeräumt.
Raabs von über 8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern verfolgten Boxkampf gegen Regina Halmich bezeichnete Schmitter im Gespräch mit „Der Standard“ als „eines der erfolgreichsten TV-Events der letzten zehn Jahre“. Im Anschluss an die Comeback-Show sei man „sofort reingegangen in eine 90-minütige Live-Show jeden Mittwochabend, die auch noch zweigeteilt war“.
„Wir haben zu viel ausprobiert“
Damit nahm der CEO von RTL Deutschland offensichtlich Bezug auf „Du gewinnst hier nicht die Million“. Der als „Hybridshow“ angekündigte Quiz/Late-Night-Mix wurde der nach rund 30 Folgen mangels ausreichender Publikumsresonanz eingestellt.
„Uralter Fehler beim Fernsehen“, kommentierte Schmitter rückblickend das Konzept: „Hybride Sendungen haben noch nie funktioniert. Wir haben es trotzdem gemacht und wollten so ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand.“
Auch etliche weitere von Raabs RTL-Shows floppten. „Wir haben zu viel ausprobiert, die Erwartungshaltung hochgedreht und dann haben sich natürlich alle drauf gestürzt. Dann kriegst du halt links und rechts ein paar Watschen“, bilanzierte der RTL-Boss die Flop-Serie selbstkritisch. Nun seien jedoch Lehren aus den Fehlschlägen gezogen worden.
Das Publikum kenne Raab nicht zuletzt von halsbrecherischen Events, erklärte Schmitter: „Sie wollen ihn im Wok den Eiskanal runterfallen sehen.“ Deshalb goutierten die Zuschauerinnen und Zuschauer ein Event wie die unlängst ausgetragene „Jetski-WM“.