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Rückruf: Fast drei Millionen E

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Tesla-Rückruf trifft Millionen E-Autos: Diese Türgriffe werden zum Sicherheitsrisiko

Von: Carmen Mörwald

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Tesla ruft aktuell knapp drei Millionen E-Autos zurück. Der Grund wirkt unscheinbar – kann nach einem Unfall aber über Leben und Tod entscheiden.

München – Ein technisches Detail, das im Alltag kaum auffällt, kann in einer Notsituation plötzlich entscheidend werden. Genau deshalb muss Tesla als einer der führenden E-Auto-Hersteller nun bei knapp drei Millionen Fahrzeugen nachbessern. Medienberichten zufolge handelt es sich um die bisher größte Rückruf-Aktion eines Autoherstellers. Betroffen sind sowohl in China produzierte als auch importierte Tesla‑Fahrzeuge. Dazu zählen das Model 3, Model Y, Model S und Model X.

Grund für den Rückruf sind die mechanischen Notentriegelungen der Türen. Tesla machte versenkbare, elektrisch betriebene Türgriffe weltweit bekannt. Fällt nach einem Unfall jedoch die Stromversorgung aus, funktionieren die elektrischen Türöffner nicht mehr. Dann müssen Insassen die Türen mechanisch entriegeln. Nach Einschätzung der chinesischen Marktaufsichtsbehörde sind die dafür vorgesehenen Griffe in einigen Tesla-Modellen jedoch nicht deutlich genug zu erkennen. Das könnte die Flucht aus dem Fahrzeug erschweren oder Rettungskräfte daran hindern, von außen Zugang zu den Insassen zu bekommen.

Tesla-Rückruf von drei Millionen Fahrzeugen – darum sind versenkbare Türgriffe umstritten

Tesla will die nun vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge mit zusätzlichen Warnhinweisen versehen, die auf die mechanischen Notöffner aufmerksam machen. Zusätzlich soll ein Software-Update dafür sorgen, dass sich die Fenster nach einem Unfall öffnen beziehungsweise automatisch absenken lassen, damit die Einsatzkräfte im Notfall schnell eingreifen können, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuerst über die Rückruf-Aktion berichtet.

Die Technik ist nicht erst seit dem aktuellen Rückruf umstritten. Bereits zu Beginn des Jahres teilten die Behörden in China mit, dass die Volksrepublik als erstes Land der Welt versenkbare Türgriffe verbieten werde. Die Änderung tritt 2027 in Kraft und gilt für alle in China verkauften Autos. Hintergrund sind mehrere schwere Unfälle mit E‑Autos.

Automatische Türentriegelung versagt – mehrere Todesfälle, auch in Deutschland

In China kam es bereits mehrfach zu Todesfällen, nachdem E-Autos nach einem Zusammenstoß in Brand gerieten und Einsatzkräfte die Türen nicht öffnen konnten, um die Insassen zu befreien. Laut dpa starb in einem Fall der Fahrer eines Fahrzeugs der chinesischen Marke Xiaomi, nachdem sein Wagen Feuer gefangen hatte und die Türen blockiert waren.

Auch aus Deutschland sind ähnliche Fälle bekannt: Nach Informationen von Bild starben 2025 ein Fahrer und zwei Kinder, nachdem sich die Türen eines Teslas nach dem Aufprall auf einen Baum nicht öffnen ließen. Bereits 2022 kamen zwei 18-Jährige bei einem Brand in einem Tesla ums Leben. Auch hier soll die automatische Türentriegelung versagt haben.

Weiterer Tesla-Rückruf läuft – Software-Update soll nachhelfen

Parallel dazu läuft in China noch ein weiterer Rückruf. Dabei geht es um rund 2,7 Millionen Tesla-Fahrzeuge, die ein separates Problem bei der Fahrerüberwachung aufweisen. Bei aktivierten Fahrassistenzsystemen prüft das Fahrzeug bislang unter anderem über das Lenkraddrehmoment, ob der Fahrer aufmerksam ist. Nach Einschätzung der chinesischen Marktaufsicht reicht dieses System jedoch nicht zuverlässig aus, um zu erkennen, ob jemand den Blick von der Fahrbahn abwendet.

Auch in dem Fall will Tesla mit einem Software-Update nachbessern. Künftig soll zusätzlich die Innenraumkamera erfassen, ob der Fahrer den Blick auf die Straße richtet. Viele Fahrzeuge dürften von beiden Rückrufen betroffen sein – sowohl von dem Problem bei der Fahrerüberwachung als auch von den mangelhaften Türöffnern, berichtet die Deutsche Welle (DW). Der Rückruf wegen der Türentriegelung soll am 25. September starten. (Quellen: Bild, Deutsche Welle, dpa, Reuters) (cln)

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