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Rudi Völler macht beim DFB weiter - auch wegen Klopp

Allgemein

Am Dienstag verkündete der Sportdirektor, was nach dem Ausscheiden Deutschlands im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay fraglich geworden war. Völler will seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erfüllen, der bis einschließlich der Europameisterschaft 2028 gültig ist. Ausschlaggebend sei dafür auch ein langes Telefonat am vergangenen Samstag mit Jürgen Klopp gewesen. Der designierte Bundestrainer habe ebenso den Wunsch geäußert, dass Völler bleibe wie auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Hans-Joachim Watzke. Zuspruch habe er auch von Oliver Mintzlaff erhalten, dem Sportchef des Konzerns Red Bull, für den Klopp noch arbeitet. Außerdem habe er auch einige Telefonate aus der Bundesliga erhalten. "Das Gesamtpaket hat dann den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache", so Völler in einer kleinen Medienrunde am Dienstag in Frankfurt am Main. Spekulationen durch Treue zu Nagelsmann Der 66 Jahre alte Völler hatte sich nach dem Debakel eines erneut frühen Scheiterns noch hinter Julian Nagelsmann gestellt, der wenige Tage später von seinem Posten zurücktrat. Diese Treue und Verbundenheit, die der Sportdirektor vor und während des Turniers mehrmals betonte, hatten Spekulationen ausgelöst, dass auch Völler den Weg freimachen werde für einen Schnitt. Zudem ist Klopp dafür bekannt, sich gerne mit engsten Vertrauten zu umgeben und allein die Richtung vorzugeben. Das hatte die Spekulationen angeheizt, Völler könne Abschied nehmen, weil er nicht mehr gebraucht werde. Klopp habe ihm aber das Gefühl gegeben, dass die Zusammenarbeit "super klappen" werde. Flug zu Klopp ohne Völler "Jürgen ist dominant, aber durchaus teamfähig", hatte auch Watzke am Montag schon in einem Interview mit dem ZDF gesagt. Der mächtige Funktionär holte Klopp 2008 zu Borussia Dortmund und feierte mit ihm viele Erfolge. Wie Völler bestätigte, werden Watzke und Neuendorf in der zweiten Wochenhälfte nach New York fliegen, um mit Mintzlaff über die Freigabemodalitäten und mit Klopp über Themen wie das Gehalt zu verhandeln. Völler werde nicht mitfliegen, obwohl er als Sportdirektor ausschließlich für die A-Nationalmannschaft der Männer verantwortlich ist. "Das sollen die mal machen", so Völler, der zuversichtlich sei, dass die Verhandlungen zu einem Vertragsabschluss führen. Nachfolger von Bierhoff nach WM 2022 Den Posten als Sportdirektor verdankte er Watzke, der nach dem Aus bei der WM in Katar und der folgenden Trennung von Manager Oliver Bierhoff mehr oder minder im Alleingang entschied, dass Völler ein geeigneter Nachfolger sei. Völler sagte nicht "nein", wie er auch im Jahr 2000 schon nicht "nein" gesagt hatte, als der DFB händeringend einen Bundestrainer anstelle von Christoph Daum suchte, der wegen seiner Kokain-Affäre nicht mehr infrage kam. Da er keine Trainer-Lizenz hatte, nannte sich Völler Teamchef und führte die Mannschaft bei der WM 2002 bis ins Finale, das gegen Brasilien verloren ging. Als Spieler war er bei drei Weltmeisterschaften dabei, 1990 holte er den Elfmeter heraus, den Andreas Brehme zum Sieg gegen Argentinien im Finale verwandelte. Den Laden zusammenhalten "Ich bin jetzt bei meiner fünften WM in dritter Funktion dabei", hatte er vor wenigen Wochen im Trainingslager der deutschen Mannschaft gesagt. In Herzogenaurach gab es einen Vorgeschmack auf das, was in den Wochen danach folgen sollte. Völler war derjenige, der auf liebevolle und wortreiche Art - angereichert mit Anekdoten aus seiner aktiven Zeit - den Eindruck der guten Stimmung transportierte, von der auch Nagelsmann und die Spieler sprachen. Im Nachhinein war zu hören, dass es auch intern Probleme in der Kommunikation gab, die auch ein Rudi Völler nicht zu beheben wusste. Für die mögliche Zeit mit Klopp kündigte der Sportdirektor an, etwas mehr im Hintergrund zu bleiben. Nur wenn es nötig sei, wolle er dafür sorgen, "den Laden zusammenzuhalten".

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