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Rumänien: F-16 schießt Sprengstoff-Seedrohne im Schwarzen Meer ab

Welt

Einsatz nahe Gas-Plattform

Nato-Staat schießt mit Sprengstoff beladene Seedrohne ab

Von t-online, sic

Aktualisiert am 20.08.2026 - 13:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Nahe der Förderplattform "Neptun Alpha" kam es zu einem Abfangmanöver. Ein F-16-Jet schaltete das Ziel nach Angaben rumänischer Behörden aus.

Die rumänische Luftwaffe hat eine Seedrohne im Schwarzen Meer abgeschossen. Das meldete Verteidigungsminister Radu Miruță am Donnerstagmittag. Die Drohne war zuvor um 6.28 Uhr von einem Handelsschiff gemeldet worden. Sie soll nahe der Offshore-Gasförderplattform "Neptun Alpha" gesichtet worden sein. Ein F-16-Kampfjet der Luftwaffe des Nato-Staats habe die Drohne daraufhin mit seiner Bordkanone ausgeschaltet. Insgesamt waren zwei der Kampfflugzeuge aufgestiegen.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern gegeben. Rumänien registrierte seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren mehrfach Drohnenüberflüge und auch Abstürze auf seinem Staatsgebiet. Auch Polen und die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle. Zuletzt hatte außerdem der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen Besorgnis ausgelöst.

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Ukraine weist Schuld von sich

Bei früheren Vorfällen in Rumänien handelte es sich teils auch um ukrainische Drohnen, die womöglich durch elektronische Störmaßnahmen von ihren geplanten Routen abkamen. Diese Möglichkeit kommt nun offenbar nicht in Betracht. Nach Angaben von Verteidigungsminister Miruță erhielt Rumänien von der ukrainischen Seite die Bestätigung, dass es sich nicht um eine ukrainische Drohne gehandelt habe. Spezialisten für die Räumung von Kampfmitteln seien unterwegs, um die Überreste der Seedrohne zu bergen.

Präsident Nicușor Dan gratulierte den Piloten der Kampfjets zum erfolgreichen Einsatz. "Ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem die oberste Priorität darin bestand, das Leben der an der Plattform arbeitenden Menschen zu schützen und die kritische Infrastruktur vor jeglicher potenzieller Gefahr zu bewahren", schrieb Dan in einem Beitrag auf X.

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