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Rumänische F-16-Kampfflugzeuge haben am 17.10. Geran-Drohnen abgeschossen - auch Finnland war in den frühen Morgenstunden in Alarmbereitschaft

Technologie

Rumänische F-16-Kampfjets haben am Samstag zwei Drohnen über den Territorialgewässern des Landes im Schwarzen Meer abgeschossen. Die Flugobjekte drangen in den rumänischen Luftraum ein und wurden kurz darauf zerstört, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums wurden die beiden Drohnen am Samstagnachmittag über dem Schwarzen Meer erfasst. Laut Reuters drangen sie um 17.59 Uhr und 18.01 Uhr Ortszeit in rumänische Gewässer ein.

Verteidigungsminister Radu Miruta sagte am Sonntag, es habe sich um russische Drohnen neuerer Bauart gehandelt. „Die von vergangener Nacht flogen mit 450 km/h“, sagte er. „Zum ersten Mal haben wir solche Drohnen abgeschossen.“

F-16 steigen nach Radaralarm in Borcea auf

Laut dem rumänischen Verteidigungsministerium gab es am Samstagabend um 17.43 Uhr einen Radarkontakt mit mehreren Luftzielen rund 120 Kilometer von der Schlangeninsel entfernt. Diese befindet sich östlich der rumänischen Schwarzmeerküste. Zwei F-16 der rumänischen Luftwaffe stiegen daraufhin vom Stützpunkt Borcea auf.

Die erste Drohne flog um 17.59 Uhr in den rumänischen Luftraum. Zwei Minuten später schoss ein F-16-Jet die Geran-Drohne ab. Das zweite Fluggerät erreichte den Luftraum um 18.01 Uhr und sei um 18.05 Uhr zerstört worden. Vor dem Abschuss identifizierten die Piloten beide Flugobjekte demnach als Geran-Drohnen mit Strahlantrieb.

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Angriffe auf Tanker verschärfen die Lage im Schwarzen Meer

Der Abschuss folgte nur wenige Tage nach schweren Angriffen auf die Schifffahrt vor Rumäniens Küste. Zwei Chemikalientanker wurden nahe dem Sulina-Kanal von Drohnen getroffen. Der Kanal verbindet die Donau mit dem Schwarzen Meer und ist eine wichtige Route für ukrainische Exporte.

Ein Nato-Vertreter sagte Reuters, die beiden Tanker seien von russischen Drohnen getroffen worden. Rumänische Behörden suchen noch nach sieben vermissten Besatzungsmitgliedern. In den vergangenen zwei Wochen trafen weitere Angriffe mindestens fünf Frachtschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens. 23 Seeleute wurden dabei tot oder vermisst gemeldet. Die meisten Vorfälle ereigneten sich außerhalb der Territorialgewässer von Nato-Staaten.

Nato berät über Abschreckung im Schwarzen Meer

Rumänien grenzt auf 614 Kilometern an die Ukraine. Ein großer Teil davon verläuft entlang der Donau. Seit Beginn des russischen Großangriffs 2022 drangen immer wieder Drohnen in den rumänischen Luftraum ein. Erst in diesem Jahr begann das Land, solche Flugobjekte auch abzuschießen. Rumäniens Außenministerin Oana Toiu kündigte an, dass der Nordatlantikrat am Dienstag über Verteidigung und Abschreckung im Schwarzen Meer beraten werde.

Auch in Moldau gab es einen neuen Zwischenfall. Nahe der Grenze zur Ukraine stürzte im Norden des Landes eine Drohne ab. Opfer oder Schäden gab es nach Angaben der Behörden nicht. Bereits am Donnerstag und Freitag waren innerhalb von etwas mehr als 17 Stunden fünf mutmaßlich russische Drohnen auf moldauischem Staatsgebiet niedergegangen.

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