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Rundfahrt wegen Unfällen durch Fahrzeuge in Rennen

Sport

Remco Evenepoel mit klarem Statement bei Fahrer-Streik vor Lombardei-Rundfahrt wegen Unfällen durch Fahrzeuge in Rennen

Von

radsport-news.com

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Angeführt von Europameister Remco Evenepoel und Weltmeister Brandon McNulty haben die Rad-Profis vor dem Start der Lombardei-Rundfahrt mit einem minutenlangen Streik gegen die nicht enden wollenden Unfälle durch Fahrzeuge in Rennen protestiert. Der Belgier unterstrich in einem Statement, man könne "nicht akzeptieren, dass Menschen sterben". Viele Fahrer teilten zudem ein Statement auf Instagram.

Es waren bemerkenswerte Szenen beim Start der 120. Lombardei-Rundfahrt in Bergamo. Statt wie gewohnt beim neutralisierten Start loszurollen, blieben die Fahrer an der Startlinie in der norditalienischen Stadt einfach stehen. Fünf Minuten lang. Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) war es schließlich, der mit einem Mikrofon das Wort ergriff und Licht ins Dunkel brachte.

"Wir möchten diese Erklärung abgeben, weil es im Rennen zu viele Zwischenfälle mit Fahrzeugen gibt", sagte der Belgier in der ersten Reihe neben Weltmeister Brandon McNulty (UAE-Emirates-XRG) und anderen nationalen Meistern, er spreche "nicht nur für die Jungs, die hier sind, sondern für alle im Profiradsport".

"Leider haben wir einen Bruder und Kollegen von uns verloren, und deshalb möchten wir mit dieser Erklärung der Welt zeigen, dass wir es nicht länger hinnehmen können, dass Menschen bei dem, was wir am liebsten tun, verletzt werden oder sogar sterben."

Evenepoel spielte auf den tödlichen Unfall von Finlay Tarling bei der Portugal-Rundfahrt an. Er stieß frontal mit einem Lieferwagen zusammen, der entgegen der Fahrtrichtung auf der abgesperrten Strecke fuhr. "Deshalb möchten wir noch fünf Minuten innehalten, um unsere Botschaft an die Verbände, an die Öffentlichkeit und an alle, die den Radsport verfolgen, zu richten, denn wir können nicht akzeptieren, dass Menschen verletzt werden odersterben. Darum halten wir inne und zollen allen Fahrern, die bereits in Unfälle verwickelt waren, unseren Respekt und unsere Ehrerbietung", sagte Evenepoel weiter.

Tarlings Familie dankte den Fahrern für die klare Botschaft und teilte wie viele Profis ein Statement, das Rennveranstalter und den Weltverband UCI auf, für die notwendigen Veränderungen zu sorgen. Zuletzt hatte beim Rennen Gran Piemonte ein Polizei-Motorrad zwei Fahrer zu Fall gebracht.

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Noch vor dem Beginn des Rennens war die Stimmung gelöster. Es gab ein Spalier für die Fahrer, die mit disem Rennen ihre Karriere beenden werden: Bauke Mollema (Lidl-Trek), Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Rudy Molard (Groupama-FDJ) und Ion Izagirre (Cofidis).

Giulio Ciccone (Lidl-Trek), Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) und Evenepoel sprachen mit den Rennorganisatoren - wohl über die geplante Aktion.

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"An die Veranstalter, die in Zukunft Rennen organisieren: Bitte sorgt dafür, dass wir sicher fahren können und dass wir einfach das tun können, was wir gerne tun, ohne uns Sorgen machen zu müssen, dass Autos, Motorräder und sowas auf die Strecke kommen", schloss Evenepoel. Kurz darauf wurde die 120. Austragung des Rennens der fallenden Blätter gestartet.

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