Rundfahrt: Wo die Rivalen von Pogacar zuschlagen können
Tour de France 2027 - die sieben Brennpunkte der Frankreich-Rundfahrt: Wo die Rivalen von Pogacar zuschlagen können
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Die Strecke der Tour de France 2027 steht fest und wartet mit einer besonderen Neuerung auf: Die Organisatoren haben zwei Einzelzeitfahren eingebaut, während es nur drei Bergankünfte gibt. Die spannende Frage lautet: Wem kommt die Route der Frankreich-Rundfahrt besonders entgegen: Remco Evenepoel, Paul Seixas oder doch Titelverteidiger Tadej Pogacar? Eurosport nennt die sieben Tour-Brennpunkte.
"Die hohen Berge sind wieder die Essenz der Tour, aber wir haben auch die meisten Zeitfahr-Kilometer seit 2012", erklärte Renn-Direktor Christian Prudhomme den Kurs der 114. "Grande Boucle", die am 2. Juli in der schottischen Hauptstadt Edinburgh beginnen wird.
Vor allem die Sprinter dürfen sich beim Grand Départ beste Chancen auf das erste Gelbe Trikot ausrechnen.
Insgesamt muss das Peloton bei 21 Etappen 3479 Kilometer und 53.450 Höhenmeter bewältigen, ehe das Rennen am 25. Juli auf den Pariser Champs-Élysées zu Ende geht.
In den vergangenen drei Jahren war es stets Dominator Tadej Pogacar, der in Frankreichs Metropole in Gelb jubelte - und in der kommenden Saison?
Die sieben entscheidenden Faktoren der Tour de France 2027:
1) Zwei Einzelzeitfahren - Vorteil Evenepoel
Auf den ersten Blick die größte Auffälligkeit: Zwei Einzelzeitfahren mit insgesamt 71 Kilometern im Kampf gegen die Uhr - die höchste Zahl seit der Ausgabe von 2012. Zweifellos ein dickes Plus für Remco Evenepoel, den unbestritten besten Zeitfahrer der Welt.
Der Red-Bull-Profi war bereits in dieser Saison als Gesamtzweiter schärfster Rivale von UAE-Star Pogacar, der im kommenden Jahr den Rekord von sechs Tour-Siegen anstrebt. Derweil darf sich auch Paul Seixas vom Team Decathlon CMA CGM über vielen Zeitfahr-Kilometer freuen, holte der 20-Jährige in dieser Disziplin doch WM-Bronze 2026.
2) Plumelec - der erste Showdown?
Das erste große Etappenfinale wird auf der fünften Etappe in Plumelec erwartet, wobei die Côte de Cadoudal (1,7 km bei 6,2 % Steigung) zu bewältigen ist.
Hier gewann Alejandro Valverde die Auftaktetappe der Ausgabe 2008 vor Philippe Gilbert. Im kommenden Jahr könnte sich hier einer der ersten großen Kämpfe unter den Favoriten abspielen, bei einer Ankunft, wobei Pogacar die besten Karten haben dürfte.
3) Grand Colombier - die erste Bergankunft
Bis zur neunten Etappe müssen die Fans warten, um die erste Bergankunft zu erleben, die am Grand Colombier (17,4 km bei 7,1 %) über die Bühne geht.
Pogacar könnte jenen Coup wiederholen, den er 2020 auf diesem Gipfel errang. Bei seinem Tour-de-France-Debüt setzte der Slowene sich damals vor Landsmann Primoz Roglic durch.
4) Harte Generalprobe für die WM
Die Alpen stehen in der zweiten Tour-Woche im Fokus. Dabei geht es durch die Region, in der 2027 die Weltmeisterschaften im Département Haute-Savoie ausgetragen werden.
Die berühmte Côte de Domancy (2,5 km bei 9,4 %), die nur einen Monat später über das Regenbogentrikot entscheiden wird, steht auf der zehnten Etappe im Mittelpunkt, während am Tag darauf in Les Saisies (12 km bei 8,3 %) eine weitere schöne "Schlacht" mit Bergankunft wartet.
5) Hinterhalt in Mende
Das 14. Teilstück mit der Ankunft in Mende ist eine jener Etappen, bei denen alles auf den Kopf gestellt werden könnte.
Das Terrain auf der 199 km langen Strecke mit 4300 Höhenmetern ist günstig für einen strategischen Hinterhalt und bedeutet eine ernsthafte Bedrohung für das Gelbe Trikot durch die Profis, die nur wenig zu verlieren haben.
6) Eine wilde Hatz in den Pyrenäen
Die letzte Tour-Woche wird von den Pyrenäen geprägt. Die Königsetappe vereint Col du Soulor (11 km bei 7,3 %), Col du Tourmalet (19 km bei 7,4 %), Hourquette d'Ancizan (8,2 km bei 5,1 %) und Col du Portet (16 km bei 8,7 %). Es ist das Dach der kommenden Großen Schleife.
Die 18. Etappe wird die anspruchsvollste der 114. Ausgabe - mit 5.400 Höhenmetern. Tags darauf wird das 19. Teilstück zwischen Hasparren und Laruns, das den Anstieg zum Col de Marie-Blanque (7,7 km bei 8,6 %) beinhaltet, für den finalen Ausgang des Rennens entscheidend sein.
7) Das Spektakel von Montmartre
Zum dritten Mal in Folge erlebt Montmartre auf der Schlussetappe ein Spektakel der Extraklasse - und es ist ein wunder Punkt bei Pogacar.
Denn: In den beiden vorherigen Jahren stand der Ausnahmefahrer jeweils kurz davor, im Gelben Trikot auch in Paris zu gewinnen. 2024 verhinderte Wout van Aert diesen Coup, 2025 war es Mathieu van der Poel.
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