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Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteilt

Allgemein

Mehr als ein Dutzend Mal stach er auf Salman Rushdie ein, seither ist der Schriftsteller auf einem Auge blind. Nun ist der Angreifer ein weiteres Mal schuldig gesprochen worden.

Der wegen des Attentats auf Schriftsteller Salman Rushdie verurteilte Angreifer muss wegen eines neuen Urteils in den USA eine noch höhere Strafe fürchten. Ein Bundesgericht in Buffalo sprach ihn nun auch des transnationalen Terrorismus und anderer Vergehen schuldig, wie aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervorging. Ihm drohe nun lebenslange Haft.

Dem zuvor bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten Attentäter Hadi Matar war in dem neuen Verfahren vorgeworfen worden, auf Anweisung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon gehandelt und durch die Durchsetzung einer Fatwa, eines religiösen Erlasses, einen Terrorakt verübt zu haben. Der 28-Jährige aus New Jersey habe sich damit der "Beteiligung an einem die Landesgrenzen überschreitenden Terrorakt und der materiellen Unterstützung von Terroristen" schuldig gemacht, hieß es in der Mitteilung.

Aufruf zum Mord wegen "Die satanischen Verse"

Die Fatwa besteht seit 1989. Der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini hatte wegen des von islamischen Fundamentalisten als blasphemisch empfundenen Romans "Die satanischen Verse" zur Ermordung des Autors aufgerufen.

Matar stach bei einer Lesung des weltbekannten Autors im August 2022 mehr als ein Dutzend Mal auf Rushdie ein. Das Messer durchtrennte einen Sehnerv - seitdem ist der Autor auf einem Auge blind und trägt eine Brille mit einem abgedunkelten Glas. Rushdie verarbeitete den Vorfall in seinem im April 2024 veröffentlichten Buch "Knife: Gedanken nach einem Mordversuch".

Bluttat vor etlichen Augenzeugen

"Der Angeklagte plante und bereitete monatelang die Hinrichtung Salman Rushdies vor, um möglicherweise in die Fußstapfen von Märtyrern zu treten, die er bewunderte", wurde US-Staatsanwalt Michael DiGiacomo in der Mitteilung des Justizministeriums zitiert. Das neue Strafmaß soll am 3. November verkündet werden.

Beim ersten Urteil war Matar von einer Geschworenenjury im Bezirk Chautauqua im Bundesstaat New York 2025 des versuchten Mordes an dem heute 79-jährigen Autor schuldig gesprochen worden - nun ging es um Terrorismus.

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Zwar hatte Matar schon vor seiner ersten Verurteilung auf nicht schuldig plädiert. Angesichts des vor Hunderten Augenzeugen begangenen Attentats und Videoaufnahmen davon gab es aber nie Zweifel daran, dass er die Tat begangen hat. (dpa/bearbeitet von nap)

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