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Rüsselsheim: Garner Hotel schließt nach Legionellenbefall im Wasser

Wirtschaft

Das Garner-Hotel in Rüsselsheim mit mehr als 150 Zimmern ist seit vergangenem Donnerstag wegen immer wieder auftretendem Legionellenbefall geschlossen. Das berichtete zuerst die Zeitung Main-Spitze.

Die Betreiber-Gruppe Novum Hospitality teilte mit, den Pachtvertrag mit dem Hauseigentümer, einem Fonds, zu kündigen. Der Pachtvertrag werde "aus wichtigem Grund außerordentlich und fristlos mit sofortiger Wirkung beendet", teilte das Unternehmen Novum mit, das nach eigenen Angaben über 150 Hotels betreibt.

Mängel konnten nicht behoben werden

"Mehrere technische Untersuchungen sowie unabhängige Sachverständigengutachten dokumentierten erhebliche Mängel und gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit der Trinkwasserinstallation", hieß es von Novum.

Diese Mängel konnten nicht behoben werden. Die Schließung sei für den Schutz der Gäste und Mitarbeiter notwendig. 14 Arbeitsplätze gehen laut Novum verloren. Für die Mitarbeiter soll es in dieser Woche Gespräche geben.

Das Gesundheitsamt hatte zuvor schon wegen einer erheblichen Kontamination des Wassers mit Legionellen ein Duschverbot ausgesprochen. Legionellen sind Bakterien, die bei Menschen etwa eine Lungenentzündung auslösen können. Verunreinigtes Wasser kann lebensgefährliche Erkrankungen verursachen.

Kreis: Schließung ist "folgerichtige Entscheidung"

Bereits in früheren Jahren seien Legionellenbefunde in dem Haus aufgetreten, teilte der Kreis Groß-Gerau mit. Im Mai hatte es laut dem Keis ein Gutachten durch ein Ingenieurbüro gegeben, das "gravierende Mängel in der Gebäudewasserversorgungsanlage" aufgezeigt habe. Es habe intensiven Kontakt zwischen dem Gesundheitsamt und dem Betreiber gegeben.

"Aus Sicht des Gesundheitsschutzes ist diese Schließung eine folgerichtige Entscheidung des Betreibers, da ohne Sanierung der Gesundheitsschutz nicht dauerhaft gewährleistet werden kann", hieß es vom Kreis.

Das Unternehmen Novum prüft nun rechtliche Schritte gegen den Pächter, der entstandene Schaden liege nach ersten Einschätzungen im Millionenbereich.

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