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Russische Drohnen greifen die Ukraine an: Polen startet Kampfjets, aktiviert Luftabwehr und schließt die Flughäfen Lublin und Rzeszów vorübergehend

Technologie

Polen hat am Mittwochmorgen Kampfjets aufsteigen lassen und den Betrieb an zwei Flughäfen vorübergehend unterbrochen. Grund waren russische Drohnenangriffe auf die Ukraine. Betroffen waren vor allem Gebiete im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze.

Nach Angaben des „Kyiv Independent“ starteten gegen 7 Uhr Ortszeit polnische Militärflugzeuge. Gleichzeitig wurden bodengestützte Luftabwehr und Radarsysteme in erhöhte Bereitschaft versetzt. Das polnische Einsatzführungskommando DORSZ erklärte, die Maßnahmen dienten dem vorsorglichen Schutz des polnischen Luftraums, insbesondere in den Regionen an der Grenze zur Ukraine.

Flüge in Lublin und Rzeszów gestoppt

Während des Militäreinsatzes wurde der Flugbetrieb an den Flughäfen Lublin und Rzeszów vorübergehend ausgesetzt. Laut der polnischen Flugsicherungsbehörde PANSA begannen die Einschränkungen gegen 7 Uhr und dauerten rund 40 Minuten.

Auch für die Regionen Lublin und Podkarpackie gab es Warnungen für die Bevölkerung. Kurz nach 8 Uhr erklärte DORSZ den Einsatz für beendet. Das Einsatzführungskommando stellte zugleich ausdrücklich fest, dass keine Verletzung des polnischen Luftraums registriert worden sei.

Angriffe nahe der polnischen Grenze

Bereits am Sonntag, dem 13. September, waren russische Drohnen im Westen der Ukraine nahe der polnischen Grenze im Einsatz. Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn traf eine russische Drohne die Lokomotive eines Passagierzugs auf der Strecke von Kyjiw nach Warschau. Der Zug befand sich rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Verletzt wurde dabei niemand.

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Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Kyjiw und Warschau war damit Teil des Vorfalls, die genaue Darstellung des Treffers war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Zug mit europäischen Politikern kurz zuvor unterwegs

Besondere politische Brisanz erhielt der Vorfall, weil kurz zuvor eine hochrangige europäische Delegation dieselbe Bahnstrecke genutzt hatte. Zu den Reisenden gehörten unter anderem der frühere britische Premierminister Boris Johnson und weitere europäische Politiker.

Nach übereinstimmenden Berichten war der Zug der Delegation bereits weitergefahren, als es zu dem Drohnenangriff auf einen anderen Zug kam. Der Angriff ereignete sich nahe dem Grenzübergang Yahodyn-Dorohusk, nur wenige Kilometer von Polen entfernt. Nach Angaben von Reuters verstärkt Polen deshalb seine Schutzmaßnahmen an mehreren Grenzübergängen zur Ukraine.

Polen reagierte am Mittwoch erneut mit einer vorsorglichen Sicherung seines Luftraums. Kampfjets starteten, Luftabwehr und Radarsysteme wurden in Bereitschaft versetzt. Nach rund einer Stunde wurde der Einsatz beendet, ohne dass eine Verletzung des polnischen Luftraums festgestellt wurde.

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