Russische Männer mit Militärerfahrung fliehen nach Finnland
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Angst vor der Front: Russische Männer mit Militärerfahrung fliehen nach Finnland – Grenzschutz schlägt Alarm
Von: Momir Takac
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Der finnische Grenzschutz greift vermehrt Russen mit militärischer Erfahrung auf. Durch ihre Kenntnisse nutzen sie gezielt die grüne Grenze.
Helsinki – In Finnland häufen sich illegale Grenzübertritte aus Russland. Die finnischen Grenzschutzbehörden melden, dass immer mehr Menschen mit Militärerfahrung die Einreise versuchen. Dafür nutzen sie abgelegene Gebiete ohne Grenzzaun. Für die Regierung in Helsinki birgt diese Entwicklung eine doppelte Brisanz.
Grenzschützer griffen in diesem Jahr in sieben Fällen zehn Personen auf, berichtet der finnische Nachrichtensender Yle. In vier Fällen erfolgte der illegale Grenzübertritt bei Ilomantsi und Tuupovaara im Raum Joensuu. Das Gebiet in Nordkarelien ist dünn besiedelt, der Grenzzaun gerade einmal 30 Kilometer lang. Im Südosten Finnlands erstreckt er sich auf einer Länge von 140 Kilometern. Anfang September schloss Finnland den Bau eines 200 Kilometer langen Grenzzauns zu Russland ab.
Immer mehr Russen mit Militärhintergrund reisen illegal nach Finnland ein
Oberst Matti Pitkäniitty vom Hauptquartier der Grenzpolizei zufolge verfügen immer mehr Personen über einen militärischen Hintergrund. Dadurch seien sie geschult im Durchqueren von Gelände und geübte Orientierungsläufer, sagte er Yle. Der Oberst vermutet, dass die Personen durch die Flucht dem Wehrdienst in Russland entfliehen wollen.
Es sei nicht auszuschließen, dass die Aufgegriffenen an vorderster Front im Ukraine-Krieg kämpften und an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Alle russischen Grenzübertreter wurden festgenommen. Pitkäniitty betonte, dass sie bei der Verhaftung keinen Widerstand leisteten.