Russische Soldaten statistisch nach wenigen Minuten auf Schlachtfeld tot
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Moskau – Russlands Armee zahlt im Ukraine-Krieg offenbar einen enormen Blutzoll. Nach Angaben russischer Militärblogger verliert Moskau derzeit rund 30.000 Soldaten pro Monat. Besonders erschreckend: Wer an die Front geschickt wird, soll auf dem Schlachtfeld im Durchschnitt nur 20 bis 35 Minuten überleben. Tod spätestens drei Wochen nach Einberufung Demnach vergehen zwischen Einberufung und Tod aktuell oft nur zehn Tage bis drei Wochen. Verantwortlich dafür sei vor allem der Wandel der modernen Kriegsführung. Der britische Historiker und Oxford-Professor Peter Frankopan (55) erklärt in „Foreign Policy“, dass Drohnen inzwischen zu den wichtigsten Waffen auf dem Schlachtfeld geworden seien. Sie hätten die Taktik des Krieges grundlegend verändert. Acht tote Russen für einen toten Ukrainer Frankopan geht außerdem davon aus, dass Russland derzeit etwa acht Soldaten für jeden gefallenen Ukrainer verliere. Um die hohen Ausfälle auszugleichen, locke Moskau Freiwillige mit Antrittsprämien von bis zu 70.000 Euro. Trotzdem seien größere Geländegewinne zuletzt ausgeblieben. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj erklärte, seine Truppen hätten in diesem Jahr bereits rund 600 Quadratkilometer zurückerobert. Ukraine kann Krieg gewinnen Auch der frühere Chef des US-Militärgeheimdienstes DIA, Robert Ashley, sieht Kiew im Vorteil. Gegenüber CBS sagte er, die Ukraine sei „dabei, zu gewinnen“. Gemeint sei damit vor allem, dass Russland seine wichtigsten Kriegsziele bislang nicht erreichen könne. Russlands Präsident Wladimir Putin (73) zeigt sich davon unbeeindruckt. Im Staatsfernsehen bekräftigte er, die russische Armee werde ihre Kriegsziele weiter verfolgen. Zugleich behauptete er, die Ukraine leide unter einem dramatischen Mangel an Soldaten und wies Berichte über eine möglich Waffenruhe zurück.