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Russisches Kriegsschiff feuert mit scharfer Munition vor britischer Küste - „Höchst ungewöhnlich“

Welt

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Ein russisches Kriegsschiff hat vor der Küste Großbritanniens eine Übung mit scharfer Artilleriemunition durchgeführt. Die Fregatte namens Neustraschimy sei bei der Aktion am Montag 40 Seemeilen (etwa 74 Kilometer) südlich von Plymouth von einem Schiff der Royal Navy überwacht worden, wie BBC und „Sky News“ übereinstimmend berichten.

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall im Ärmelkanal gegenüber den Sendern. „Die Royal Navy überwachte die Übung durchgehend, verfolgt die Aktivitäten des Schiffes weiterhin genau und ist jederzeit bereit, die nationale Sicherheit des Vereinigten Königreichs zu schützen“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

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Bevor das russische Schiff das Feuer eröffnete, hatte das Ministerium ein in der Nähe kreuzendes britisches Schiff, die HMS Tyne, über die bevorstehende Übung informiert. Außerdem habe die HMS Tyne auf Anfrage der Russen eine sicherere Position eingenommen.

Die Übung fand in internationalen Gewässern statt und dauerte rund 30 Minuten. Nach Informationen von Sky News eskortiert die Neustraschimy Schiffe der russischen Schattenflotte durch den Ärmelkanal.

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Nach Einschätzung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Korrespondentin des Senders, Deborah Haynes, bestehe durchaus die Möglichkeit, dass der Zeitpunkt der Schießübung kein Zufall gewesen sei. „Vielmehr könnte die Aktion eine kaum verhüllte Botschaft des Kremls an den neuen britischen Premierminister gewesen sein“, schrieb sie. Der Labour-Politiker Andy Burnham hatte am Montag sein Amt als neuer Regierungschef angetreten.

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Schießübungen russischer Schiffe vor der britischen Küste seien „höchst ungewöhnlich“, zitierte Haynes eine ungenannte Person aus dem britischen Verteidigungsapparat.

Die BBC berichtete über einen Vorfall im Juni. Ein britisches Ehepaar sei dem russischen Kriegsschiff Admiral Grigorowitsch etwa 37 Kilometer von der Isle of Wight begegnet. Die Russen hätten daraufhin Warnschüsse abgegeben, um nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eine „gefährliche Annäherung“ zu verhindern. Das Ehepaar hatte erklärt, nicht auf Kollisionskurs gewesen zu sein.

Russische Schiffe passieren regelmäßig die internationalen Gewässer im Kanal zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Im Juni hatten britische Truppen erstmals einen Öltanker der russischen Schattenflotte geentert und beschlagnahmt.

lfb

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