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Russland baut wohl Drohnenbasen in Ukraine- und Nato-Reichweite

Welt

Bereits im Einsatz

Russland baut offenbar zehn neue Drohnenbasen in Nato-Reichweite

Von t-online, jaf

Aktualisiert am 17.08.2026 - 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Nato könnte verstärkt in das Visier russischer Drohnen geraten. Es gibt offenbar zahlreiche neue Rampen in Grenznähe.

Russland hat offenbar neue geheime Stützpunkte für den Start von Langstreckendrohnen errichtet. Insgesamt seien neue Startrampen an zehn Orten entdeckt worden, berichtet die britische Zeitung "Telegraph". Neben der Ukraine seien von dort auch die baltischen Staaten, Polen, Rumänien und die Türkei für die Drohnen erreichbar.

Sieben der zehn neuen Standorte seien bereits für Angriffe auf die Ukraine verwendet worden, berichtet der "Telegraph" mit Verweis auf die Auswertung von Tracking-Daten. Dabei wurden einige Drohnenzentren aus Militärbasen und zivilen Flughäfen umfunktioniert, während andernorts zusätzliche Startrampen in der russischen Landschaft geschaffen wurden.

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Insgesamt seien durch durchgesickerte Dokumente und Satellitenbilder 59 neue Startschienen entdeckt worden. Dabei handelt es sich um mechanische Führungsschienen, die beim Start von Starrflügeldrohnen anstelle einer herkömmlichen Startbahn verwendet werden. 20 davon weisen demnach eine ausgeweitete Länge auf. Das deute darauf hin, dass dort die neuesten Langstrecken-Angriffsdrohnen des Kreml eingesetzt werden.

Die Jet-Varianten der weiterentwickelten Shahed-Drohnen können Ziele in fast 1.000 Kilometern Entfernung erreichen. Damit könnte auch die polnische Hauptstadt Warschau ins Visier geraten. Die Präsenz dieser neuen Drohnen stieg zuletzt deutlich. An einem Stützpunkt verfügte man über ausreichend Lagerkapazität für mehr als 1.000 Drohnen gleichzeitig.

Laut Mike Monnik, dem Geschäftsführer und Gründer von DroneSec, der die Satellitenbilder analysierte, hat der Kreml sein Drohnennetzwerk "erheblich ausgebaut", um "die Ukraine anzugreifen und Nato-Staaten dem Risiko solcher Angriffe auszusetzen".

"Diese Erweiterung des Startplatzes zeigt, wie Russland seine Fähigkeit ausgebaut hat, eine größere Anzahl von Drohnen zu starten, und gleichzeitig Technologien eingesetzt hat, um die Abfangbarkeit der verwendeten Drohnentypen zu erschweren", sagte er dem "Telegraph".

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