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Russland: Gerhard Schröder wird offenbar Aufsichtsrat bei Supermarktkette

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 02.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Mit 82 Jahren Altkanzler Schröder wird offenbar Aufsichtsrat beim russischen Ableger der deutschen Supermarktkette Globus

Der Altkanzler soll auf die Wichtigkeit wirtschaftlicher Beziehungen zu Russland hingewiesen haben: Gerhard Schröder wird laut Medienberichten eine Toprolle beim russischen Ableger der deutschen Supermarktkette Globus übernehmen.

02.10.2026, 11.34 Uhr

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Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist einem Medienbericht zufolge in den Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft ​der russischen Supermarktkette Globus aufgerückt. Dies berichtet das russische Medienportal RBC. ‌Schröder solle die strategische Entwicklung des Unternehmens unterstützen, teilte die Gesellschaft Hyperglobus dem Bericht zufolge mit.

Das russische Geschäft war 2025 aus der deutschen Globus Holding ausgegliedert worden und befindet sich im Besitz ​des ehemaligen Globus-Chefs Thomas Bruch. Die Supermärkte nutzen jedoch weiterhin den bekannten Markennamen. ⁠Die ⁠deutsche Globus Holding erklärte, die russischen Märkte seien rechtlich und operativ vollständig unabhängig. Stellungnahmen von Hyperglobus und Schröder liegen zunächst nicht vor. Russische Medien zitieren jedoch aus einer Presseerklärung des Unternehmens.

Demnach habe Schröder darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, die wirtschaftlichen Beziehungen und Investitionen in Russland aufrechtzuerhalten. Den Lebensmittelsektor habe er als grundlegenden Bereich der Zusammenarbeit hervorgehoben.

Schröder ‌pflegt seit seiner Amtszeit als Bundeskanzler ​von 1998 bis ‌2005 eine enge Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und war nach seiner politischen Karriere zudem für mehrere russische Staatskonzerne tätig. Putin hatte Anfang des Jahres erklärt, ‌Schröder sei sein bevorzugter Ansprechpartner für Gespräche über eine neue europäische Sicherheitsordnung.

Die Nachricht über Schröders neuen Posten folgt ‌zudem kurz auf eine ​Entscheidung der Regierung ‌in Moskau, die erst vier Tage zuvor die ‌russischen ​Vermögenswerte des deutschen Handelskonzerns Metro unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt hatte. Auch beim französischen Einzelhändler Auchan ​hatte Russland die ⁠Vermögenswerte übernommen.

asc/Reuters

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