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Russland greift Bushaltestelle in Sumy mit Gleitbombe an

Welt

Russland setzt seine schweren Attacken gegen zivile Ziele und Zivilisten in der Ukraine fort. Bei Angriffen mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben sind am Samstag mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der nordukrainischen Stadt Sumy kamen nach Angaben des dortigen Bürgermeisters zunächst vier Zivilisten ums Leben, als russische Gleitbomben einen Bus und eine Bushaltestelle trafen. Ein weiteres Opfer erlag später seinen Verletzungen. Unter den Getöteten war ein 13 Jahre altes Mädchen. Bei einem Raketenangriff in der südukrainischen Hafenstadt Odessa starben nach Angaben des Regionalgouverneurs zwei Menschen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte im Onlinedienst X, Russland habe sein Land in der Nacht mit mehr als 120 Drohnen und zwölf Raketen angegriffen. Er betonte, dass die zivile Infrastruktur bereits getroffen wurde, bevor überhaupt der Luftalarm ausgelöst werden konnte. Auch eine SPIEGEL-Mitarbeiterin in Kyjiw meldete am Samstagmorgen, dass bereits zum zweiten Mal in dieser Woche Raketen schneller waren als die Warnungen der Behörden.

Angriffe mit Flugabwehrraketen

Serhiy Sternenko, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, erklärte, dies könne darauf zurückzuführen sein, dass die russische Armee Flugabwehrraketen vom Typ S-400 für Angriffe am Boden eingesetzt habe. Derartige Angriffe seien schwerer von Radarsystemen zu orten, erläuterte der Experte im Onlinedienst Telegram.

Selenskyj erklärte, die ukrainische Armee habe bei den landesweiten Angriffen die meisten Geschosse abgefangen, »nur nicht die ballistischen«. Die Abwehr ballistischer Raketen ist gerade die absolute Priorität der ukrainischen Regierung. Selenskyj erneuerte seinen Appell an die Verbündeten seines Landes, mehr militärische Ausrüstung zur Abwehr bereitzustellen. Dabei forderte er die USA ausdrücklich auf, ihre Zusage einzulösen, der Ukraine eine Lizenz für die Herstellung von Patriot-Flugabwehrsystemen zu erteilen.

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