DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,05 % 52.389,80 Pkt 20:11:36 S&P 500 +0,66 % 7.727,27 Pkt 20:11:27 Nasdaq +1,15 % 26.469,15 Pkt 20:11:33 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold -0,67 % 4.047,30 USD 20:01:27 Silber -1,31 % 53,58 USD 20:01:26 Brent -1,79 % 111,84 USD 20:01:17 WTI +3,05 % 102,95 USD 20:01:36 Bitcoin +0,19 % 80.961,94 USD 20:11:27 EUR/USD -0,11 % 1,11620 USD 20:10:42 EUR/GBP 0,00 % 0,83730 GBP 20:11:36 EUR/CHF -0,09 % 0,92400 CHF 20:11:36 EUR/JPY +0,09 % 176,179 JPY 20:11:36

Russland: „Keine Verstaatlichung“ - Putin ermächtigt Staat zur Übernahme gefährdeter Infrastruktur

Allgemein

Audioplayer wird geladen

Anzeige

Der russische Präsident Wladimir Putin ⁠hat die Behörden per Dekret ermächtigt, die Kontrolle über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen zu übernehmen. Damit reagiert ⁠Putin auf die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe etwa auf Ölraffinerien und ‌Logistikzentren.

Die Regelung erlaubt ​es, Vermögenswerte sowie ‌Eigentumsrechte unter vorübergehende staatliche Zwangsverwaltung zu ​stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen oder Schäden nach Angriffen zu ​langsam beheben, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Erlass.

Anzeige

Betroffen sind unter anderem ​Einrichtungen aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Logistik und Kommunikation, die ‌für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes von zentraler Bedeutung sind.

Lesen Sie auch

Der Kreml begründete den Schritt mit der zunehmenden Gefahr durch Drohnen. Eigentümer von Unternehmen achteten häufig nicht ausreichend auf Schutzmaßnahmen und die Abwehr von Drohnen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Anzeige

Vize-Regierungschef Denis Manturow betonte, das Dekret bedeute keine Verstaatlichung und keinen Eigentümerwechsel. Vielmehr gehe es um eine vorübergehende Beteiligung des Staates an der Unternehmensführung, um konkrete Sicherheitsprobleme zu lösen. Das Instrument solle nur gezielt eingesetzt werden.

Lesen Sie auch

Die Ukraine hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren verstärkt. Unter anderem wurden seit dem 18. Juli mindestens 24 Lagerhallen des ⁠Online-Händlers Wildberries attackiert, wodurch erhebliche Kapazitäten ausfielen.

Am Montag teilte zudem ‌der zweitgrößte russische Online-Händler Ozon mit, dass vier seiner Logistikzentren im Süden ‌Russlands Ziel ukrainischer Angriffe geworden seien.

Putin hatte die ‌Regierung in der ⁠vergangenen ⁠Woche angewiesen, ein Wiederaufbauprogramm für beschädigte Gewerbe- und Lagerhallen ‌aufzulegen. Vor allem die ​Attacken auf Raffinerien werden in Russland zunehmend zu einem Problem. Ein Mangel ​an ​Benzin und Diesel sorgt in der Bevölkerung für Unmut. An Tankstellen bilden ⁠sich vielerorts lange Schlangen, mitunter ist die Abgabe von Treibstoff bereits rationiert.

Reuters/AP/lfb

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren