Russland lässt inhaftierten US-Bürger Stephen James Hubbard frei
In Sankt Petersburg haben die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung des US-Amerikaners Stephen Hubbard bekannt. Hubbard war 2024 in Moskau zu langer Haft verurteilt worden, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische Truppen gekämpft haben soll.
Stephen Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg, sagte Putin mehreren Medienberichten zufolge. Witkoff dankte Putin für die Freilassung. Er will nach den Unterredungen mit dem russischen Präsidenten von Pulkowo abreisen.
Hubbard stammt aus dem US-Bundesstaat Michigan, lebte Berichten zufolge aber seit 2014 in der Ukraine. Russland marschierte im Februar 2022 in die Ukraine ein, im darauffolgenden April soll Russland Hubbard festgenommen haben. Offenbar wurde er dann länger festgehalten, bevor er 2024 in Moskau wegen angeblichen Söldnertums vor Gericht gestellt und zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt wurde.
Russland hat in den vergangenen Jahren wiederholt US-Bürger festgenommen. Die Vorwürfe gegen sie reichten von Diebstahl und Streit im familiären Umfeld bis hin zu Spionage und Kritik an der russischen Armee.
Witkoff soll Putin über Vorschläge zu Friedenslösung informieren
Russlands Präsident Putin dankte US-Präsident Donald Trump nun beim Treffen mit Witkoff erneut, dass er sich um eine Beendigung des Ukrainekriegs bemühe. Dazu sollte ihn Witkoff über seine Ukrainegespräche am Vortag in Oslo informieren.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Die Lage hat sich für das Land in der kalten Jahreszeit angesichts massiver russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur massiv verschärft, weil Kyjiw auch nicht ausreichend Mittel für die Flugabwehr hat. Zuletzt hatten sich Berichte über ausbleibende US-Unterstützung gehäuft.
Russland hofft, mit einem weiteren Kriegswinter den Widerstand der Ukrainer zu brechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt eine Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen befürwortet. Putin lehnte das bisher ab.
Die Ukraine steuert auf eine schwere Krise zu, weil sich ihr mächtigster Partner abzuwenden scheint: Wolodymyr Selenskyj wirft der Trump-Regierung vor, Abfangraketen zurückzuhalten. Für die Verteidigung wäre das verheerend. Mehr dazu lesen Sie hier.