Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau
Ukraine-News I 15. Juli Russland meldet Abwehr von 340 Drohnen bei Moskau Stand: 15.07.2026 21:03 Uhr Diese Ukraine-News vom Mittwoch, 15. Juli 2026, sind beendet. von MDR AKTUELL Ukraine-News vom Mittwoch, 15. Juli 2026 Ukraine meldet Angriff auf Kraftwerk auf der Krim Russland meldet 340 abgefangene Drohnen Die Ereignisse von gestern im kurzen Überblick Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg Ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow tritt zurück Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. "Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen", schrieb Fedorow am Mittwochabend im Onlinedienst Telegram. Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko beinhaltete. (Quelle: AFP) EU: Vorerst keine Einigung auf neue Russland-Sanktionen Die EU-Staaten haben sich vorerst nicht auf neue Russland-Sanktionen einigen können. Allerdings wurde nach Angaben von Diplomaten der Preisdeckel für russisches Öl kurzfristig bis zum 23. Juli verlängert. In der kommenden Woche sollen die Vertreter der 27 EU-Länder erneut über das neue Sanktionspaket verhandeln. Es richtet sich etwa gegen russische Banken, Ölhändler und Raffinerien. Andere Sanktionen sind jedoch umstritten. So wehrt sich Deutschland gegen ein Einfuhrverbot für russischen Seelachs. (Quellen: dpa, AFP) Chefingenieur von AKW Saporischschja durch Drohne getötet Der Chefingenieur des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexej Jakowlew, ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe einen Dienstwagen zwischen dem Kraftwerk und der Stadt Enerhodar getroffen, teilte der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Dabei seien Jakowlew und sein Fahrer ums Leben gekommen. (Quelle: AFP) Selenskyj: Ukraine kann Patriot-Raketen bis Jahresende selbst bauen Die Ukraine dürfte nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj das US-Luftabwehrsystem Patriot bis zum Jahresende selbst herstellen können. Er rechne damit, dass sein Land bis dahin technisch dazu in der Lage sein werde, sagt Selenskyj vor Journalisten. Die Ukraine verfüge zudem über einen Entwurf für eine Startrampe und eine Rakete für das europäische Raketenabwehrprojekt Freyja. (Quelle: Reuters) Ukraine meldet Angriff auf wichtiges Kraftwerk auf der Krim Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilen die ukrainischen Spezialkräfte auf Telegram mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich. Nach ukrainischen Angriffen wird in Sewastopol stundenweise der Strom abgeschaltet. Die von Russland eingesetzten Behörden hatten am Dienstag mitgeteilt, dass die Stromversorgung vorerst auf zwei Stunden begrenzt ist, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen. (Quelle: Reuters) Schwarzes Meer: Ukraine attackiert Schiffe, Russland die Häfen Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge im Schwarzen Meer 20 russische Schiffe mit Drohnen angegriffen. Bei russischen Angriffen auf die Häfen in Odessa und Mykolajiw sind nach ukrainischen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Mehr dazu im folgenden Video. EU und Ukraine vereinbaren Kooperation bei Drohnenproduktion Die Europäische Union und die Ukraine haben ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von Drohnen geschlossen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kiew mitteilte, ist es das Ziel, das ukrainische Know-how mit den industriellen Kapazitäten Europas zu verzahnen, um gemeinsame Projekte aufzubauen und die Produktion hochzufahren. Das Abkommen bringe den ukrainischen Erfindungsgeist und die industrielle Größe Europas zusammen. Es ist die erste Vereinbarung dieser Art mit der Ukraine, die Länder und Unternehmen in der gesamten EU abdecken soll. (Quelle: Reuters) Deutschland beteiligt sich an Manöver der Ukraine-Koalition Deutschland wird sich doch an dem ersten Manöver der von Ukraine-Verbündeten gegründeten "Koalition der Willigen" beteiligen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin: "Deutschland wird sich an diesem Manöver beteiligen. Die Bundesregierung prüft, wie diese Beteiligung aussehen wird." Man werde am Freitag im deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats darüber beraten. Am Dienstag hatte es noch aus Regierungskreisen geheißen, Deutschland werde sich nicht beteiligen. Die Koalition von rund 35 Ukraine-Verbündeten hatte sich am Montag in Paris auf Vorschlag Frankreichs auf erste Übungen der multinationalen Ukraine-Truppe verständigt. Die ersten Manöver sollen in Polen stattfinden. (Quelle: dpa) Ukraine erhält Zugang zu EU-Rüstungsprogrammen Die Ukraine hat Vereinbarungen über den Zugang zu Verteidigungsprogrammen der Europäischen Union und neuen Fördermitteln in Höhe von 300 Millionen Euro unterzeichnet. Dies teilt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf der Online-Plattform X mit. Ukrainische Unternehmen können demnach über das neue Unterstützungsinstrument "BraveTech EU Ukraine" 260 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion sowie 35,3 Millionen Euro für Innovationszuschüsse abrufen. (Quelle: Reuters) Künftig kein automatischer EU-Schutzstatus für ukrainische Männer Ukrainische Männer im wehrfähigen Alter werden von einem automatischen Anspruch auf Schutz in der EU ausgeschlossen. Darauf haben sich die EU-Staaten in Brüssel geeinigt. Für alle anderen Ukraine-Flüchtlinge wird der Anspruch bis März 2028 verlängert. Die Ukraine hatte die EU-Kommission laut EU-Innenkommissar Magnus Brunner gebeten, Männern im Alter von 23 bis 60 Jahren keinen automatischen Schutz mehr zu gewähren. Für sie gilt wegen des Krieges ein Ausreiseverbot. Wer aus der Ukraine in die EU einreisen will, muss künftig im Reisepass nachweisen, dass er rechtmäßig ausgereist oder vom Wehrdienst befreit ist. Männer, die sich bereits in der EU aufhalten, sind von der Änderung nicht betroffen. (Quelle: AFP) Russische Angriffe auf Häfen in Odessa und Mykolajiw Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht erneut die Hafen-Infrastruktur in den Regionen Odessa und Mykolajiw im Süden der Ukraine angegriffen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, sprach von einem massiven kombinierten Drohnen- und Raketenangriff, der den fünften Tag in Folge andauere. Dabei seien zivile, industrielle und Hafen-Infrastrukturen angegriffen worden. In der benachbarten Region Mykolajiw wurde nach Angaben von Gouverneur Witalij Kim bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur ein Mann verletzt. (Quelle: Reuters) Drei Tote bei russischen Angriffen Im Gebiet Sumy Bei russischen Angriffen auf die nordukrainische Region Sumy sind nach ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Wie Gebietsgouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram mitteilte, wurden sieben weitere Menschen verletzt. Seinen Angaben zufolge hatten die russischen Streitkräfte sechs Angriffe mit Lenkbomben ausgeführt. Eine Bombe sei in der Nähe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen. Die anderen Bomben hätten nach vorläufigen Informationen die Infrastruktur getroffen. (Quelle: Reuters) Russland meldet Treffer auf Waffen-Transportschiffe in ukrainischen Häfen Russland hat nach eigenen Angaben seine nächtlichen Angriffe auf ukrainische Schwarzmeer-Häfen fortgesetzt und dabei in den Häfen von Tschornomorsk und Dnipro-Buh vier Schiffe mit Fracht für die ukrainischen Streitkräfte getroffen. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, wurden in den Häfen von Odessa und Tschornomorsk Ziele mit präzisionsgelenkten, luftgestützten Waffen und Kampfdrohnen angegriffen. Getroffen worden seien Hafeninfrastruktur zum Entladen von Treib- und Schmierstoffen sowie Treibstofftanks. (Quelle: Reuters) Ukraine attackiert wieder russische Tanker im Schwarzen Meer Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen attackiert. Dabei seien 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schlepper getroffen worden, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Am Dienstag hatte die Ukraine Treffer auf elf russischen Schiffen im Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres, gemeldet. (Quelle: Reuters) Von der Leyen will in Kiew Rüstungsindustrien enger verzahnen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will bei ihrem Besuch in Kiew Initiativen zur engeren Verzahnung der europäischen und ukrainischen Rüstungsindustrie ankündigen. Sie schrieb auf X: "Ich werde neue Initiativen zur Integration unserer Verteidigungsindustrien ankündigen. Damit wir mehr und schneller produzieren können." Die Ukraine habe eine starke militärische Dynamik aufgebaut. "Das Blatt wendet sich." Bei ihrem Besuch in Kiew werde man auch über den EU-Beitritt der Ukraine sprechen. In ihrem X-Post veröffentlichte von der Leyen auch ein Video von ihrer Ankunft in Kiew. (Quellen: dpa, Reuters) Drei Tote bei russischem Angriff auf Odessa Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Wie der Leiter der lokalen Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf Telegram mitteilte, wurden auch mehrere Wohngebäude beschädigt. Laut russischem Verteidigungsministerium wurden bei einem kombinierten Schlag mit "luftbasierten Hochpräzisionswaffen und Kampfdrohnen" in den Häfen Odessa und Tschornormorsk Reservoirs und Anlagen zur Verschiffung von Treibstoffen für das ukrainische Militär getroffen. Außerdem sei eine Drohnenfabrik beschossen worden. (Quellen: Reuters, dpa) Ukraine darf EU-Kredit für chinesische Drohnenteile nutzen Die Ukraine darf einem Zeitungsbericht zufolge Mittel aus einem EU-Verteidigungskredit für den Kauf von Drohnenbauteilen aus China verwenden. Die Regierung in Kiew habe eine Ausnahmeregelung für einen Teil einer Tranche im Volumen von sechs Milliarden Euro erhalten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen. (Quelle: Reuters) Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau Russland hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden einen massiven ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau abgewehrt. Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, insgesamt seien 340 Drohnen abgefangen worden. Mehr als 50 davon seien im Anflug auf die russische Hauptstadt zerstört worden. Nach russischen Angaben wurden die meisten Drohnen bereits weit vor Moskau von der Flugabwehr abgeschossen. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters) Von der Leyen reist zu Gesprächen in die Ukraine EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist heute zu Gesprächen in die Ukraine. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Einzelheiten des Besuchs bekanntgegeben. Die Reise erfolgt nach dem Treffen der sogenannten Ukraine-Koalition in Paris. Die EU hat inzwischen mit der Auszahlung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits an die Ukraine begonnen und arbeitet an einem weiteren Sanktionspaket gegen Russland. (Quelle: AFP) US-Senatoren legen neues Sanktionspaket gegen Russland vor Mehrere republikanische und demokratische US-Senatoren haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt. Vorgesehen sind unter anderem Strafzölle von bis zu 100 Prozent gegen Länder, die weiterhin russisches Öl und Gas kaufen. Genannt wurden dabei vor allem China und Indien. Ausnahmen soll es für Staaten geben, die ihre Energieimporte aus Russland deutlich reduziert haben. Der Gesetzentwurf sieht zudem Sanktionen gegen Russlands Energie- und Finanzsektor, die Rüstungsindustrie sowie gegen Oligarchen und Präsident Wladimir Putin vor. US-Präsident Donald Trump deutete Unterstützung für das Vorhaben an, legte sich aber noch nicht auf eine Unterzeichnung fest. (Quelle: dpa) Die Ereignisse gestern – 14. Juli 2026 Russland hat seine Angriffe auf die Ukraine fortgesetzt. Nach ukrainischen Angaben wurden vor Odessa zwei zivile Frachter angegriffen. Der Kapitän eines Schiffes kam ums Leben, drei Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Moskau bestätigte Angriffe auf mehrere Frachter. Sie hätten militärische Güter transportiert. In der Nacht griff Russland zudem Kiew mit ballistischen Raketen an. In mehreren Stadtteilen brachen Brände aus. Die Vereinten Nationen meldeten für Juni die höchste Zahl ziviler Opfer in der Ukraine seit April 2022. Mindestens 293 Menschen wurden demnach getötet und 1.990 verletzt. Fast die Hälfte der Opfer ging nach UN-Angaben auf russische Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte zurück. Auch die Ukraine setzte ihre Angriffe auf russische Ziele fort. Die ukrainische Marine erklärte, sie habe vor Noworossijsk mit einer Seedrohne ein russisches Grenzschutzboot versenkt. Russland bestätigte dies zunächst nicht. Im Asowschen Meer wurden nach ukrainischen Angaben elf russische Schiffe getroffen. Russland erwägt deshalb, Frachttransporte auf andere Routen zu verlagern. Ukrainische Drohnen griffen zudem Raffinerien und petrochemische Anlagen in Russland an. In der Region Krasnodar lösten Drohnentrümmer nach russischen Angaben einen Brand in einer Ölraffinerie aus. Eine Person wurde verletzt. Nach Angriffen auf die von Russland kontrollierte Krim kam es in Sewastopol zu längeren Stromabschaltungen. Die sogenannte Koalition der Willigen plant im Herbst erste Militärmanöver in Polen. Frankreich, Großbritannien und Polen wollen daran teilnehmen. Deutschland beteiligt sich nach Angaben aus Regierungskreisen nicht an der Übung. Ukraine-News am Mittwoch, 15. Juli 2026 Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.