Russland nimmt Jabloko-Unterstützer fest
Startseite Politik Kurz vor Wahl: Dutzende Unterstützer von Anti-Kriegs-Partei in Russland festgenommen Von: Teresa Toth, Franziska Schwarz, Jens Kiffmeier, Simon Schröder, Felix Busjaeger, Christian Stör Uns auf Google folgen Aktuelle News-Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Kiew legt Wildberries lahm. Ein prominenter russischer Ökonom glaubt nicht an einen Sieg Russlands. Update, 12:27 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat die Zerstörung von zwei Werkshallen sowie Schäden an vier weiteren Produktionsstätten für Sprengstoff und Schießpulver am Kamenski-Werk in der russischen Oblast Rostow bestätigt. Die ukrainischen Verteidigungskräfte hatten die Anlage in Kamensk-Schachtinski, die Teil des russischen militärisch-industriellen Komplexes ist, in der Nacht vom 15. auf den 16. August angegriffen. Das Kamenski-Werk gehört zum russischen Rüstungssektor und produziert Feststoffraketentreibstoff für Munition der Mehrfachraketenwerfersysteme Uragan, Smertsch und Tornado-S sowie für verschiedene Raketensysteme und luftgestützte Waffen. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ukraine-Krieg aktuell: Russland geht gegen Mitglieder von Anti-Kriegspartei vor Update, 11:29 Uhr: Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei. Das Oberste Gericht Russlands verhandelte erneut über den Ausschluss von Jabloko von der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September. Die Partei hatte Berufung gegen den vor einer Woche vom Gericht beschlossenen Entzug der Zulassung zur Duma-Wahl eingelegt. Die Aussichten, dass Jabloko doch noch zugelassen wird, gelten als düster. Das Gericht hatte einer Klage der kremltreuen ultranationalistischen Partei Rodina stattgegeben, die Jabloko Verstöße gegen Russlands Wahlgesetze vorgeworfen hatte. Über die Berufung entscheidet ein dreiköpfiges Richterkollegium. Update, 10:29 Uhr: Russische Streitkräfte haben Einrichtungen der Naftogaz-Gruppe in der vergangenen Woche landesweit 13 Mal mit Drohnen und Raketen angegriffen, eine Anlage des Unternehmens wurde dabei mehrfach getroffen. Das teilte Naftogaz, der größte staatliche Öl- und Gaskonzern der Ukraine, mit. Ziel der Angriffe war demnach auch die Gasförderinfrastruktur; verletzt wurde niemand. Naftogaz erklärte: „Die Ausrüstung und die Produktionsanlagen haben schwere Schäden erlitten. Der Betrieb an einigen Standorten wurde ausgesetzt, ein Teil der Produktion ist ausgefallen.“ Seit Anfang 2026 wurden Einrichtungen der Naftogaz-Gruppe insgesamt 293 Mal angegriffen. Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Verluste steigen weiter Update, 9:34 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Innerhalb des vergangenen Tages hat Putins Armee 1440 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Die Gesamtzahl der russischen Verluste steigt damit auf etwa 1.468.760 an. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mit. Demnach hat Russland seit dem 24. Februar 2022 12.272 (+2) Panzer, 25.155 (+4) gepanzerte Kampffahrzeuge und 48.100 (+93) Artilleriesysteme verloren. Update, 8:34 Uhr: Russland hat in der Nacht die Hafeninfrastruktur im ukrainischen Bezirk Ismajil angegriffen. Der Bezirk liegt in der Region Odessa nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Donauhafen. Durch den Beschuss entstanden Brände, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden laut Reuters auf Telegram mitteilten. Zeitgleich meldete der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew auf Telegram, dass bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sechs Menschen ums Leben gekommen seien. Vier weitere Personen wurden demnach verletzt – darunter auch ein 14-jähriges Kind. Russland rüstet mit neuen Hochgeschwindigkeits-Drohnen auf Update, 7:11 Uhr: Russland hat laut einer Recherche der britischen Zeitung The Telegraph mindestens zehn neue Militärstützpunkte entlang der Grenzen zur Ukraine und zu Belarus errichtet oder ausgebaut – ausgestattet für den Massenstart von Kampfdrohnen. Satellitendaten der Analysefirma DroneSec zufolge seien insgesamt 59 mechanische Startrampen entdeckt worden, von denen mindestens 20 für den Abschuss neuartiger reaktionsgetriebener Hochgeschwindigkeitsdrohnen ausgelegt seien. Neu entwickelte Modelle namens „Geran-4“ und „Geran-5“ sollen mit Düsentriebwerken und einem 90-Kilogramm-Sprengkopf ausgestattet sein und sich mit deutlich höherer Geschwindigkeit bewegen – was die Abwehr für die ukrainischen Streitkräfte erheblich erschweren könnte. Putins Chef-Ökonom warnt vor Abnutzungskrieg Update, 17. August, 5:51 Uhr: Russlands Top-Ökonom Andrej Klepach ist nach Kritik am Abnutzungskrieg gegen die Ukraine gefeuert worden. Der langjährige Chefvolkswirt der staatlichen Entwicklungsbank WEB.RF hatte öffentlich erklärt, Russland könne diesen Krieg gegen die von westlichen Partnern unterstützte Ukraine nicht gewinnen. Laut The Bell, das sich auf zwei dem Ökonomen nahestehende Personen beruft – wie Nowaja Gaseta Ewropa berichtet – erfolgte die Kündigung am Sonntag (16. August). Ein Insider zufolge habe WEB-Chef Igor Schuwalow Klepach nach einem „Anruf von oben“ entlassen. Klepach hatte zudem vor einer drohenden sozialen Krise in Russland gewarnt und eingestanden, dass das Land den technologischen und wirtschaftlichen Wettbewerb nicht nur mit den USA und China, sondern auch mit der Ukraine verliere. Update, 17:45 Uhr: Russland hat ein Strafverfahren gegen einen Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eingeleitet. Der Vorwurf: Der Journalist soll auf einer Pressekonferenz in Belgrad den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefragt haben, was Europäer tun könnten, um der Ukraine beim Töten russischer Soldaten zu helfen. Laut der russischen Staatsagentur Tass wird wegen des Schürens von Hass und Feindseligkeit ermittelt; zudem werde geprüft, ob der Journalist international zur Fahndung ausgeschrieben wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu sechs Jahre Straflager – ein Urteil kann in Russland auch in Abwesenheit gesprochen werden. Die FAZ-Pressestelle erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, das Verfahren sei ihr nicht bekannt. Die Frage des Journalisten, der von Wien aus über Südosteuropa berichtet, hatte vor gut einer Woche breite Kritik ausgelöst. Die FAZ bezeichnete sie daraufhin als missverständlich formuliert und bedauerte sie – verteidigte ihren Mitarbeiter aber zugleich gegen Drohungen: „Das ist inakzeptabel“, hieß es. „Auf Bedrohungen unserer Mitarbeiter werden wir mit juristischen Mitteln reagieren.“ Auch Dmitri Medwedew, Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, meldete sich zu Wort und sagte Ria Nowosti, der Journalist werde sich verantworten müssen. Ukraine zerstört Wildberries-Zentren Update, 15:04 Uhr: Russische Streitkräfte haben in der vergangenen Woche 13 Oblaste der Ukraine angegriffen und dabei mehr als 1.550 Kampfdrohnen, fast 1.560 gelenkte Fliegerbomben und 62 Raketen eingesetzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass es sich bei der Mehrheit der 62 von Russland eingesetzten Raketen um ballistische Raketen verschiedener Typen handele. Er rief die Partner Kiews auf, die ukrainische Luftverteidigung zu stärken und zusätzliche Abfangraketen bereitzustellen. Update, 14:24 Uhr: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben sieben von zehn größten Wildberries-Logistikzentren außer Betrieb gesetzt. Nach einem massiven Drohnenangriff auf die Moskauer Region in der Nacht zum 16. August brannte der größte Lagerstandort des russischen Onlinehändlers – „Russlands Amazon“ – im Industriepark Koledino lichterloh. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte laut der Ukrajinska Prawda mit, dass das betroffene Lager in Koledino mit rund 250.000 Quadratmetern die flächenmäßig größte Niederlassung des Konzerns war. Auch ein weiteres Wildberries-Lager im Moskauer Vorort Domodedowo habe nach der Angriffsnacht den Betrieb eingestellt. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew meldet Angriff auf russische Raketentreibstoff-Anlage Update, 13:13 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow attackiert. Das teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Zeitgleich schlugen Drohnen nahe Moskau ein. Die Region Rostow im Süden Russlands grenzt direkt an die Ukraine. Russlands Verteidigungsministerium in Moskau erklärte derweil, die Streitkräfte hätten landesweit 822 ukrainische Drohnen abgeschossen – wie viele ihr Ziel erreichten, blieb offen. Russland: Russland meldet 822 abgeschossene ukrainische Drohnen Update, 12:07 Uhr: Bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht sind in Russland und der Ukraine je drei Menschen ums Leben gekommen. Die Ukraine feuerte hunderte Drohnen auf Moskau ab – Gouverneur Andrej Worobjow sprach von „einem der massivsten Drohnenangriffe in letzter Zeit“. Die russische Luftabwehr fing nach eigenen Angaben mehr als 600 Drohnen ab, rund 200 davon wurden laut Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin allein in der Region der Hauptstadt abgeschossen. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. Russische Raketen töteten unterdessen zwei Menschen in der Region Saporischschja sowie eine Frau in Krywyj Rih – der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Kiew trifft seltenes russisches Raketensystem Update, 11:12 Uhr: Die ukrainische Marine hat am frühen Morgen (16. August) Abschussstellungen und den Stationierungsort eines russischen Bastion-Küstenraketensystems auf der besetzten Krim angegriffen. Laut Kyiv Post erlitt Russland dabei erhebliche Verluste an Waffen und Personal – genaue Zahlen werden noch ermittelt. Das Bastion-System gilt dem Bericht zufolge als seltenes und kostenintensives Waffensystem, mit dem Russland Überschallraketen vom Typ Onyx sowie Hyperschallraketen vom Typ Zirkon auf ukrainisches Territorium abfeuert. Die Marine erklärte, der Angriff sei Teil der fortlaufenden Bemühungen, Russlands Kampfkraft im Schwarzmeerraum zu schwächen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew nennt neue Zahlen zu Russlands Verlusten Update, 10:26 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg haben laut ukrainischem Generalstab die Marke von 1,46 Millionen Soldaten überschritten. Allein am vergangenen Tag (15. August) verzeichnete die russische Armee demnach 1.510 weitere Gefallene und Verwundete. Neben den Personalverlusten beziffert der Generalstab laut Kyiv Independent auch die Verluste an schwerem Gerät: Demnach hat Russland seit Invasionsbeginn im Februar 2022 insgesamt eingebüßt: 12.270 Panzer 25.151 gepanzerte Kampffahrzeuge 439 Flugzeuge 354 Hubschrauber Unabhängige westliche Denkfabriken wie das Center for Strategic and International Studies (CSIS) bestätigen, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen – das Verhältnis wird auf etwa 2,5:1 geschätzt. Ukraine-Krieg aktuell: Angriff auf „Russlands Amazon“ nahe Moskau Update, 9:13 Uhr: Ukrainische Drohnen haben das größte Lager von Wildberries nahe Moskau in Brand gesetzt und damit die anhaltende Angriffskampagne gegen den als „Russlands Amazon“ bezeichneten Konzern fortgesetzt. Laut Analysten des Marktforschungsunternehmens Data Insight hatte der E-Commerce-Riese bereits vor den jüngsten Angriffen rund ein Drittel seiner Lagerfläche verloren – mindestens 1,18 Millionen Quadratmeter. Das berichtet die Kyiv Post. Der Schaden an Waren wird demnach auf rund 480 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 5,7 Milliarden Dollar) geschätzt, was in etwa den Jahreshaushalten wohlhabender russischer Regionen wie dem Krasnojarsk Krai entspricht. Kiew bezeichnete Wildberries als legitimes militärisches Ziel, weil über die Plattform auch militärisch nutzbare Güter verkauft worden seien. Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Kampfjet fängt erneut Drohne in Luftraum ab Update, 8:01 Uhr: Neue Details zur Drohne über dem rumänischen Luftraum (siehe vorheriges Update): Die rumänische Regierung hat den Vorfall mittlerweile bestätigt. Die Drohne habe sich nahe der Grenze zur Ukraine und zu Moldau bewegt. Der spanische Kampfflieger habe sie im Rahmen des NATO-Einsatzes in Rumänien am frühen Sonntagmorgen (16. August) abgefangen, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Die Trümmerteile der Drohne, die aus Moldau in den rumänischen Luftraum eingedrungen sei, seien in unbewohntem Gebiet in der Region Galati niedergegangen. Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab Update, 6:48 Uhr: Über Rumänien hat ein spanischer F-18-NATO-Kampfjet am heutigen Sonntag (16. August) eine Drohne abgeschossen, die illegal in den Luftraum des Landes eingedrungen war. Die Trümmer landeten in einem unbewohnten Gebiet. Wie Reuters berichtet, handelt es sich bereits um den vierten Drohnenabschuss über Rumänien in diesem Jahr. In den vergangenen Jahren wurde der rumänische Luftraum wiederholt verletzt – zuletzt war Anfang des Jahres im Zuge eines Angriffs auf die Ukraine eine Drohne in einen Wohnblock in der Stadt Galați gestürzt und hatte zwei Menschen verletzt. Ukraine-Krieg aktuell: Raketen und Drohnen treffen Industriestadt – Stahlriese beschädigt Update, 16. August, 6:11 Uhr: Bei einem kombinierten russischen Angriff mit ballistischen Raketen und Kampfdrohnen auf die ukrainische Industriestadt Krywyj Rih ist in der Nacht ein Mensch getötet worden. Sechs weitere Personen erlitten Verletzungen. Der Vorsitzende des Verteidigungsrats der Stadt, Oleksandr Wylkul, hatte zuvor vor dem laufenden Angriff gewarnt. Wärmebild-Satellitendaten des NASA-Systems FIRMS deuten laut Ukrajinska Prawda darauf hin, dass die Attacke den Stahlriesen „ArcelorMittal Krywyj Rih“ beschädigte – das bedeutendste Unternehmen des ukrainischen Bergbau- und Metallurgiekomplexes. Gleichzeitig waren in der ukrainischen Hauptstadt Kiew in der Nacht mehrere Explosionen zu hören gewesen. Das berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte im Onlinedienst Telegram, Kiew werde mit „ballistischen Raketen“ angegriffen. Er forderte die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. Auch Klitschko erklärte, dass es Explosionen gegeben habe. Ende vom Ukraine-Krieg? Drei NATO-Staaten suchen eigenes Format für Friedensgespräche Update, 19:55 Uhr: Deutschland, Frankreich und Großbritannien arbeiten laut New York Times an einem eigenen Verhandlungsformat für das Ende vom Ukraine-Krieg. Die drei Länder befürchten, von möglichen Friedensgesprächen unter US-Präsident Donald Trump ausgeschlossen zu werden. Europäische Diplomaten entwickeln derzeit ein gemeinsames Format, um europäische Interessen am Verhandlungstisch zu sichern. Frankreich und Deutschland übernehmen dabei die Führungsrolle – Großbritannien zeigt sich laut NYT-Quellen hingegen zögerlich, da London seine Beziehung zu Trump nicht gefährden will. Ukraine-Krieg aktuell: Russland warnt die USA und die Türkei vor Waffenlieferung Update, 18:39 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat das russische Außenministerium sowohl die Türkei als auch die USA scharf kritisiert und Erklärungen zu geplanten Rüstungsgeschäften gefordert. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass warnte Sprecherin Maria Sacharowa, ein neuerlicher Waffentransfer an Kiew werde Russlands Beziehungen zu beiden Ländern „ernsthaften Schaden“ zufügen. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für die Lieferung unvermindert weiter: Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Neue Taktik im Ukraine-Krieg: Kiew nimmt „Russlands Amazon“ mit Cyber-Attacke ins Visier Update, 17:22 Uhr: Neue Taktik beim Angriff auf Russlands Wirtschaft: Die Ukraine hat offenbar erfolgreich einen Cyberangriff auf den russischen Online-Händler Wildberries gestartet. Das berichtet der Kyiv Independent am Samstag. Der Angriff im Ukraine-Krieg legte laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst HUR zeitweise den Kundenservice und die Zahlungsinfrastruktur des russischen E-Commerce-Riesen lahm. Durchgeführt wurde die Operation offenbar vor einigen Tagen. Zahlreiche Nutzer meldeten anschließend, dass sie keine Finanztransaktionen abschließen konnten. Wildberries-Verkäufer berichteten in den Folgetagen von Verzögerungen bei Zahlungseingängen. Zuvor hatte die Ukraine bereits mehrere Wildberries-Lager mit Raketen beschossen. Offensive im Ukraine-Krieg: Russland meldet Fortschritte am Frontverlauf Update, 16:06 Uhr: Neue Lage an der Ukraine-Front: Russland hat Gebietsgewinne in seinem Angriffskrieg gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, im Zuge der laufenden Sommeroffensive 19 Ortschaften in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja eingenommen zu haben – beruft sich dabei auf einen Bericht von Truppenkommandeur Pjotr Bolgarew. Namen der Orte wurden nicht genannt. Deshalb ließen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen sich die russischen Frontvorstöße in diesem Jahr insgesamt verlangsamt haben, obwohl Moskau seine Raketenangriffe auf Kiew und andere Städte intensiviert hat. Russlands Wirtschaft unter Dauerbeschuss: Öl-Terminal in Ust-Luga brennt Update, 14:15 Uhr: Die Ukraine hat heute erneut zahlreiche Angriffe auf Russland gestartet. Ziel war unter anderem auch eine Ölanlage im russischen Ust-Luga, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mitteilte. Er ließ aber offen, ob es durch den Angriff zu Beschädigungen gekommen ist. Erst am Freitag hat die Ukraine die russische Gaskondensat-Verarbeitungsanlage im Ostseehafen Ust-Luga attackiert. Die Intensität der Angriffe wird auch durch eine Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums bestätigt: Nach den Angaben aus Moskau wurden insgesamt 598 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen, lassen aber Rückschlüsse auf die Quantität der ukrainischen Attacken zu. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj betsätigt Samara-Angriff Update 12:25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den heutigen Angriff im russischen Wolgagebiet Samara bestätigt. Getroffen worden sei eines der Schlüsselunternehmen der Raumfahrtbehörde Roskosmos, das besonders Elektronik herstelle. Eingesetzt wurden demnach ukrainische Marschflugkörper des Typs Flamingo. Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte in russischen und ukrainischen Telegram-Kanälen darüber gegeben, dass das dortige Raketen- und Raumfahrtzentrum attackiert worden sei. In sozialen Medien kursierten unüberprüfbare Fotos und Videos, die eine hohe Rauchsäule zeigen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew gibt neue Zahlen zu Russlands Verlusten bekannt Update, 11:05 Uhr: Kiew hat am Morgen neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1370 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,46 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 62 Artilleriesysteme und 1835 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg. Soldaten: 1.465.810 (+1370 zum Vortag) Panzer: 12.269 (+5) Artilleriesysteme: 47.932 (+62) Mehrfach-Raketenwerfer: 2026 (+2) Luftabwehrsysteme: 1568 (+3) Drohnen: 461.484 (+1835) Marschflugkörper: 5007 (=) Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift tief in Russland an Update, 9:25 Uhr: Neue Details zum Angriff der Ukraine auf Samara: Laut dem russischen Telegram-Kanal Astra steht ein Werkstattgebäude des Raketen- und Raumfahrtzentrums Progress oder des benachbarten Flugzeugwerks Aviakor in Flammen. Beide Anlagen sind zentrale Pfeiler der russischen Rüstungs- und Luftfahrtindustrie. Samara-Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew bestätigte den Beschuss und erklärte auf seinem Telegram-Kanal, eine „Industrieanlage“ sei getroffen worden – weitere Angaben machte Russland nicht. Die Anlage Progress produziert Trägerraketen der mittleren Klasse sowie unbemannte Raumfahrzeuge und gilt als strategisch bedeutsam für die russische Rüstungsindustrie. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew attackiert Militärflughafen in Russland Update, 7:55 Uhr: Kiew hat den russischen Militärflughafen Sawaslejka angegriffen. Laut Berichten von Monitoring-Kanälen wurden auf dem Stützpunkt in der Oblast Nischni Nowgorod Brände beobachtet, nachdem Explosionen die Nacht erschüttert hatten. Auf dem Militärflughafen Sawaslejka lagern Mig-31-Kampfjets, die Kinschal-Hyperschallraketen abfeuern können. Gleichzeitig wurden Explosionen in der rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten Stadt Samara gemeldet, wo ukrainische Flamingo-Raketen eingeschlagen haben sollen, wie der Kanal Exilenova Plus berichtete. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Ukraine-Krieg aktuell: Ölterminal in Russland geschlossen Update, 15. August, 6:20 Uhr: Russland hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb am Ölterminal Scheschkharis im Schwarzmeerhafen Noworossijsk eingestellt. Das berichtete Reuters unter Berufung auf drei Brancheninsider. Die Anlage ist Russlands wichtigstes Ölexport-Terminal am Schwarzen Meer und verarbeitet täglich rund 700.000 Barrel Rohöl. Bei dem Angriff am 12. August waren Palianytsia-Jet-Drohnen, Neptun-Marschflugkörper und Seedrohnen zum Einsatz gekommen. Ukraine-Krieg aktuell: Treibstoffversorgung in Russland schwierig Update, 22:25 Uhr: Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe „die Lage in mehreren Regionen angespannt“, erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne „ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen“, hieß es weiter. Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Ukraine-Krieg aktuell: Bedrohung der Lebensmittelversorgung Update, 20:30 Uhr: Infolge erneuter ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien kämpfen mehrere russische Regionen wieder mit Treibstoffmangel. Das berichtet Bloomberg. Die Städte Kaluga, Astrachan und Orenburg haben bereits Rationierungssysteme eingeführt, die Kraftstoffkäufe nach Kfz-Kennzeichen oder Mengenlimits pro Fahrzeug beschränken. Der Gouverneur des Gebiets Woronesch, Alexander Gussew, warnte: „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich die Lage in nächster Zeit verbessern wird.“ Der Energiekonzern Rosneft drosselte zudem nach dem Angriff auf die Raffinerie in Jaroslawl die Benzinlieferungen in das Gebiet Kostroma. Russland muss Ölexport an Schwarzmeer-Hafen stoppen Update, 17:41 Uhr: Russlands wichtigster Schwarzmeer-Ölhafen hat nach einem Drohnenangriff im Ukraine-Krieg die Exporte gestoppt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Verladungen in Noworossijsk seien ausgesetzt worden, da die Lagertanks voll seien, berichtet Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Terminal verfügt über eine Kapazität von rund 700.000 Barrel pro Tag und ist damit Russlands bedeutendste Ölexportanlage am Schwarzen Meer. Die Stadtverwaltung rief zudem erneut Drohnenalarm für die Bevölkerung aus. Update, 17:08 Uhr: Moskau lehnt den türkischen Vorschlag eines Stopps ukrainischer und russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer ab. Russland sehe sich immer wieder mit „zügellosen Terrorakten“ der Ukraine konfrontiert, die zivile Schiffe der Anrainerstaaten mit Drohnen angreife, sagte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Eine „halbherzige Maßnahme“ wie eine begrenzte Waffenruhe verschaffe der Ukraine nur eine Atempause zur Nachrüstung, sagte sie nach Ministeriumsangaben. Ukraine-Krieg aktuell: NATO-Jets schießen Drohne im Luftraum Lettlands vom Himmel Update, 16:21 Uhr: Kampfflugzeuge der NATO haben im Luftraum von Lettland eine Drohne abgeschossen. Die Drohne sei „wegen der elektromagnetischen Kriegsführung Russlands“ in den lettischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Riga am Freitag im Onlinedienst X mit. Mit dem Abschuss war die Bedrohung nach Angaben der lettischen Armee beendet. Nach Angaben eines NATO-Sprechers waren zwei italienische Eurofighter-Jets und zwei türkische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 aufgestiegen. Eines der italienischen Flugzeuge habe die Drohne dann abgeschossen. Alle Kampfflugzeuge sind im Rahmen einer NATO-Mission in Lettland stationiert. Aktuelle Lage: Russland will „Methoden“ im Ukraine-Krieg verschärfen – „um alles zu zerstören“ Update, 14:13 Uhr: In der Nacht vom 13. auf den 14. August haben die ukrainischen Verteidigungskräfte den Novatek-Ust-Luga-Komplex im Ort Slobodka in der russischen Oblast Leningrad angegriffen. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Demnach brach auf dem Gelände der Anlage ein Brand aus; ersten Berichten zufolge wurden zwei Verarbeitungseinheiten getroffen. Das Ausmaß der Schäden sowie die genauen Ergebnisse des Angriffs würden derzeit noch überprüft. Novatek-Ust-Luga ist ein Produktions- und Umschlagkomplex zur Fraktionierung und Verarbeitung von stabilem Gaskondensat mit einer Kapazität von knapp acht Millionen Tonnen Rohstoff pro Jahr. Ukraine-Krieg aktuell: Eurofighter schießen Drohne über Lettland ab