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Russland verkauft Teil seines Goldes - weltweit kaufen Zentralbanken

Wirtschaft

Putins leere Kriegskassen Russland verkauft tonnenweise Gold Von dpa-afx, csi Aktualisiert am 30.07.2026 - 13:02 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Weltweit haben Zentralbanken im zweiten Quartal mehr Gold gekauft als im ersten Quartal. Vor allem Russland wollte Teile seiner Reserven loswerden. Die russische Notenbank hat sich im zweiten Quartal von einem Teil ihrer Goldreserven getrennt und war mit einem Volumen von 22 Tonnen von April bis Juni der größte Verkäufer von Gold unter den Zentralbanken. Zum Ende des ersten Halbjahrs gab die russische Zentralbank die Höhe der Goldreserven mit 73,4 Millionen Feinunzen an, umgerechnet 2.282 Tonnen. Das ist ein Minus von 43,5 Tonnen gegenüber dem Jahresanfang und laut Daten des World Gold Council der stärkste Rückgang in einem Halbjahr seit 25 Jahren. Die russischen Goldreserven sind so niedrig wie seit Ende 2019 nicht mehr. Gleichzeitig erhöhten viele andere Zentralbanken laut einem Bericht des Interessenverbands World Gold Council (WGC) weltweit ihre Goldkäufe deutlich. In den drei Monaten bis Ende Juni hätten Notenbanken weltweit rund 289 Tonnen Gold gekauft, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht des Interessenverbands. Die Nachfrage nach Gold durch Zentralbanken hat sich damit wieder deutlich erholt, nachdem sie zu Beginn des Jahres eingebrochen war. Im ersten Quartal hatten Notenbanken nur Gold in einem Volumen von 57 Tonnen gekauft, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Zu Beginn des Jahres war der Goldpreis auf einem Höhenflug und hatte Ende Januar ein Rekordhoch von 5.595 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) erreicht. Seitdem ist die Notierung für das Edelmetall deutlich gefallen und rutschte in den vergangenen Wochen zeitweise unter 4.000 Dollar. Seit Ende Juni hielt sich der Goldpreis in einer vergleichsweise engen Spanne bei der Marke von 4.000 Dollar je Feinunze. Polen und China stockten Goldvorräte am meisten auf Neben Russland zählt die Deutsche Bundesbank ebenfalls zu den Verkäufern von Gold. Hier habe das Volumen aber nur etwa eine Tonne betragen, die für das Prägen von Goldmünzen verwendet wurde. Wie aus Daten der Bundesbank hervorgeht, hatten die deutschen Goldreserven Ende 2025 ein Volumen von rund 3.350 Tonnen und sind nach den USA die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Stärkster Goldkäufer im zweiten Quartal war nach Angaben des WGC die Notenbank von Polen, die ihre Goldreserve um 51 Tonnen auf 632 Tonnen aufgestockt hat. Zudem hat Chinas Zentralbank ihre Reserven um weitere 33 Tonnen auf 2.346 Tonnen erhöht. Beide Notenbanken zählten bereits 2025 zu den großen Goldkäufern am Markt. Wie aus dem Quartalsbericht des WGC weiter hervorgeht, lag die globale Nachfrage nach Gold im zweiten Quartal bei 1.269 Tonnen und damit nur geringfügig um ein Prozent höher als in den ersten drei Monaten des Jahres. Den mit Anstand stärksten Anstieg gab es bei den Zentralbanken. Einen deutlichen Rückgang gab es hingegen bei der Nachfrage von Wertpapieren, die mit physischem Gold hinterlegt sind (ETFs).

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