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Russland vollzieht „entscheidende Wendung“ im Ukraine

Welt

Startseite Politik Russland vollzieht „entscheidende Wendung“ im Ukraine-Krieg: Experte zeigt gefährliche Konsequenzen auf Von: Richard Strobl Uns auf Google folgen Die Ukraine setzt Russland hart zu. Jetzt sorgt eine Aussage aus dem Kreml für Wirbel. Droht die Eskalation? Ein Militärexperte erklärt die brisanten Hintergründe. Moskau – Über Jahre zieht sich der Ukraine-Krieg mittlerweile schon. Und Russland gelingt es weiterhin nicht Kiew in die Knie zu zwingen. Die Ukrainer wiederum sorgen ihrerseits mit Schlägen auf Versorgungsstationen in Russland für große Probleme im Reich von Wladimir Putin. Das spürt zunehmend auch die Bevölkerung. Jetzt sorgt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit einer Aussage für Wirbel. Ein Militärexperte sieht eine „entscheidende Wendung“ hin in Richtung eines noch größeren Krieges. Es war nur ein kleiner Satz: In der Ukraine sei mittlerweile ein „regelrechter Krieg im Gange“, da der Westen Kiew so stark unterstütze. Das sagte Kreml-Sprecher Peskow am 5. Juli im Gespräch mit dem russischen Medium Vesti. Er präzisierte demnach, dass sich die militärische Spezialoperation durch das Zutun des Westens nun zu einem Krieg entwickelt hätte. Russland spricht nun von „Krieg“ mit Ukraine – eine gefährliche Begriffswende Auf den ersten Blick mag dies eine unbedeutende Aussage sein und zugleich verwirrend erscheinen. Schließlich überfiel Russland mit Panzern und Soldaten das Nachbarland, tötete Tausende, auch Zivilpersonen, und seit mehreren Jahren bekämpfen sich die Armeen Russlands und der Ukraine. Warum also sollte es sich jetzt erst um einen Krieg handeln? Peskow nutzt die Begriff-Verschiebung von „Spezialoperation“ hin zu „Krieg“ einerseits offensichtlich, um einmal mehr dem Westen die Schuld am Ukraine-Krieg zuzuschieben. Ein gängiges Mittel in der russischen Propaganda. Und es passt in die aktuelle Situation. Schließlich sorgen die ukrainischen Angriffe mittlerweile für massive Probleme in Russland selbst. Die Treibstoffversorgung ist vielerorts massiv gestört. Kilometerlange Staus bilden sich an Tankstellen. Die Zustimmungswerte für Putin sanken zuletzt sogar. Dafür will man im Kreml natürlich nicht den eigenen gescheiterten, völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine verantwortlich machen, sondern lieber „den Westen“. Doch es könnte andererseits auch mehr dahinterstecken. Der österreichische Militärexperte Markus Reisner sprach in Bezug auf die neue Wortwahl Peskows gegenüber ntv von einer „entscheidenden Wendung in diesem Konflikt“. Denn hinter der Wortwahl stecke auch die russische Militär-Doktrin. Demnach unterscheidet Russland generell vier Stufen des Krieges: den lokalen, regionalen, großen und globalen Krieg. Schon beim Übergang von Stufe 2 (regional) zu drei (großer Krieg) kann es dann laut Reisner nach der russischen Logik zum Einsatz von Atomwaffen kommen. Wo auf der Skala Peskow den Ukraine-Krieg aktuell genau verortet, ließ dieser aber offen. Laut Reisner sind Peskows Aussagen vor allem als Ansage an die USA zu verstehen: Man wolle Washington zeigen, dass man bereit sei, den Konflikt weiter eskalieren zu lassen, falls die USA Kiew weiter unterstützen. Zur Einordnung: Peskow traf seine Aussagen noch vor dem NATO-Gipfel, wo Trump mit den Verbündeten auch über weitere Ukraine-Hilfen sprach.

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