Russlands Armee wollte Putin den neuen Roboter-Panzer vorführen, doch während der Kremlchef live zuschaute, blieb der „Schturm“ im Schlamm stecken
Russlands neuer unbemannter Kampfpanzer „Schturm“ ist bei seinem ersten großen Auftritt vor Präsident Wladimir Putin im Schlamm stecken geblieben. Zuvor fiel bei dem Fahrzeug während der Übung Tsentr 2026 mehrfach die Steuerverbindung aus, berichtet das Fachportal „Defence Blog“.
Der Vorfall ereignete sich auf dem Truppenübungsplatz Tschebarkul in der Region Tscheljabinsk. Dort präsentierte Russland Ende September und Anfang Oktober neue unbemannte Kampffahrzeuge. Der „Schturm“ sollte als ferngesteuertes Sturmfahrzeug vorgeführt werden. Dazu kam es nicht.
Panzer bleibt im Schlamm stecken
Laut dem finnischen Portal „Tekniikka & Talous“ brachen Kommando- und Steuerverbindung wiederholt ab. Die Organisatoren setzten deshalb für die Vorführung einen Fahrer-Mechaniker in das Fahrzeug, damit es unter Beobachtung Putins überhaupt fahren konnte.
Auch das half nicht. Die Ketten und die Front des Panzers gruben sich in den Boden, dann blieb das Fahrzeug in einem schlammigen Graben stecken. Auf einem Bild von dem Manöver ist der Panzer mit abgesenkter Front neben einer unbefestigten Strecke zu sehen.
Funkprobleme beim Roboter-Panzer „Schturm“
Der „Schturm“ basiert auf einem umgebauten T-72-Fahrgestell. Entwickelt wurde das System vom Rüstungsunternehmen Uralwagonsawod. Geplant ist ein Verbund aus unbemanntem Kampffahrzeug und bemanntem Kontrollfahrzeug, das ebenfalls auf einem Panzerfahrgestell basiert. Die Bediener steuern den Panzer aus diesem Fahrzeug heraus. Dafür muss es in nur 3 bis 4 Kilometern Entfernung bleiben und freie Sicht halten.
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Das gilt als Schwachpunkt des Konzepts. Der russische Panzerexperte Andrej Tarasenko sagte: „Die Idee dieses Fahrzeugs scheint mir nicht gelungen: die Abhängigkeit von einem Gefechtsstand, der 3 bis 4 Kilometer entfernt und in direkter Sichtlinie sein muss. Ohne ordentliche Kommunikation wie Starlink oder etwas Vergleichbares hat ein solches Fahrzeug keinen Sinn.“
Laut ihm hat der Panzer weitere technische Mängel. Motorraum und Turmdach seien fast ungeschützt. Diese Bereiche greifen Drohnen im Krieg gegen die Ukraine besonders oft an.
Bewaffnung des Roboter-Panzers
Russland hatte den „Schturm“ als schwere robotische Angriffsplattform angekündigt. Die Hauptversion trägt eine verkürzte 125-Millimeter-Kanone für Kämpfe in Städten. Außerdem hat das Fahrzeug ein Räumschild und zusätzlichen Schutz gegen Panzerabwehrwaffen. Die Plattform ist laut „Tekniikka & Talous“ in mehreren Varianten vorgesehen: