Russlands modernste Panzer verschwinden von der Front - ihre geheimen Verstecke werden sichtbar
Russland bringt offenbar schweres Militärgerät in Lager in der Nähe von Nato-Staaten. In mehreren russischen Regionen sind zuletzt Panzer, Schützenpanzer, Transportpanzer und Artilleriesysteme zusammengezogen worden.
Darüber berichtet das unabhängige russische Onlinemedium „Istories“ unter Berufung auf ausgewertete Satellitenbilder. Demnach geht es nicht nur um ältere Bestände. In Petrosawodsk in Karelien traf ab 2025 neue schwere Artillerie auf einem Armeedepot ein. Der Standort befindet sich rund 185 Kilometer von der finnischen Grenze entfernt. Dort sollen Haubitzen der Typen 2S43 Malwa und 2S44 Giatsint-K stehen.
Im Gebiet Kostroma seien im vergangenen Jahr fabrikneue T-90M-Kampfpanzer, BTR-82A-Mannschaftstransporter und BMP-3-Schützenpanzer angeliefert worden. Weiter im Landesinneren, im Ort Toptschicha in der Region Altai, sollen Dutzende instand gesetzte Panzer und mehr als 100 Schützenpanzer in ein Depot gebracht worden sein.
Russlands neue Waffen landen in Lagern statt an der Front
Die Verlegungen deuten auf einen Kurswechsel hin: Neue Fahrzeuge aus russischen Fabriken werden nicht mehr automatisch an die Front in der Ostukraine geschickt. Stattdessen lagert Moskau einen Teil der modernsten Systeme auf Stützpunkten ein. Besonders auffällig ist das bei den T-90M-Kampfpanzern. Diese Fahrzeuge sind seit Anfang 2026 an der Front kaum noch gesichtet worden.
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Nach Einschätzung der Experten hängt das mit einer bestimmten Entwicklung im Krieg zusammen: Große Vorstöße mit Panzern spielen an vielen Frontabschnitten kaum noch eine Rolle. Russische Truppen greifen stattdessen häufiger in kleinen Infanteriegruppen an. Ein Grund sind Drohnen, die gepanzerte Fahrzeuge aus der Luft angreifen und selbst schwer geschützte Systeme verwundbar machen.
Drohnen zwingen Russland zum Umbau seiner Taktik
Laut „Istories“ will Russland seine moderne Technik nicht mehr in hoher Zahl in Kämpfen einsetzen, in denen sie schnell zerstört werden kann. Panzerkolonnen sind gegen die ständige Bedrohung aus der Luft nur schwer abzusichern. Das betrifft vor allem wertvolle neue Fahrzeuge, deren Verlust militärisch und politisch teuer wäre.
Für die Ukraine bedeutet das aber nicht, dass die Gefahr sinkt: Die eingelagerten Systeme bleiben verfügbar und könnten später an andere Abschnitte verlegt werden, warnen die Analysten.