Rüstung: Deutz baut Verteidigungsgeschäft mit Übernahme von FFG aus
Düsseldorf. Die Deutz AG treibt ihren Umbau vom klassischen Motorenhersteller zu einem breiter aufgestellten Industrieunternehmen voran. Wie das Unternehmen am Donnerstagmorgen mitteilte, übernimmt es die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG), einen Entwickler und Hersteller von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen, komplett. Der Kaufpreis liege bei rund 1,6 Milliarden Euro. Er soll teilweise in Aktien bezahlt werden, die Deutz neu ausgibt. Die bisherige Eigentümerfamilie der FFG soll künftig 29,9 Prozent der Deutz-Anteile halten. Die Deutz-Aktie legte am Donnerstag im frühen Handel um rund sechs Prozent zu auf 9,30 Euro. Für die Transaktion steht noch die Zustimmung der Hauptversammlung aus, außerdem fehlt noch die Zustimmung von Kartellbehörden. Die Übernahme soll Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein. Zu den aktuell rund 6000 Deutz-Beschäftigten kämen 1100 Beschäftigte der FFG hinzu. Damit setzt der Kölner Konzern seine Akquisitionsstrategie im Verteidigungsgeschäft fort und erhält Zugang zu einem der wichtigsten mittelständischen Hersteller militärischer Landsysteme in Deutschland. „Zusammen mit FFG wird Deutz zu einem führenden nationalen Systemanbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen“, sagt Deutz-Chef Sebastian Schulte.