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Ruth Moschner nimmt sich das AfD-Programm vor

Unterhaltung

Ruth Moschner nimmt auf Instagram politische Positionen der AfD satirisch auseinander – und stellt sich dabei selbst als Profiteurin dar. Ihr wiederkehrender Satz: "Die AfD liebt Menschen wie mich!"

Moderatorin Ruth Moschner hat auf ihrem Instagram-Kanal mehrere Bilder veröffentlicht, mit denen sie zentrale Vorhaben der AfD auf satirische Art und Weise mit ihrer eigenen Lebenssituation verknüpft. Am Ende jedes einzelnen Fotos steht der Satz: "Die AfD liebt Menschen wie mich!" Eingeleitet wird die Reihe mit der Aufforderung: "Wenn du Menschen wie mich ärgern möchtest – wähl nicht die AfD!"

Zunächst widmet sich Moschner der Steuer- und Immobilienpolitik der Partei. Die AfD wolle den Spitzensteuersatz und den Solidaritätszuschlag abschaffen – sie selbst würde dadurch "mindestens 20.000 Euro pro Jahr weniger Steuern zahlen", so die 50-Jährige. Beim Thema Wohnen argumentiert sie ähnlich: Durch eine Abschaffung der Grunderwerbsteuer könne sie "Immobilien noch günstiger kaufen und ohne Mietpreisbremse so hoch vermieten" wie sie möchte.

Ruth Moschner nimmt sich auch Schulpflicht und Altersvorsorge vor

Auch die energiepolitischen Vorstellungen der AfD greift Moschner auf. Die Partei plane, den Ausbau von Windkraft und Solaranlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt einzuschränken und zur Atomkraft zurückzukehren. Der Strompreis werde sich dadurch "erheblich erhöhen", schreibt die Moderatorin – sie selbst sei allerdings "bereits unabhängig von fossilen Brennstoffen", die Preiserhöhung betreffe sie "null".

Gesellschaftspolitisch setzt Moschner ihre satirische Argumentation fort. Zur geplanten Lockerung der Schulpflicht merkt sie an: "Ich bin gewollt kinderfrei – und freue mich, dass ich dann noch weniger Steuern für die Kinder anderer Leute zahlen muss." Beim Thema Altersvorsorge beschreibt sie die AfD-Vorhaben für private Vorsorge über Aktien und ETFs als "tolles Steuergeschenk" für Selbstständige wie sie. Ihre Schlussfolgerung: "Denn die Kosten zahlt – IHR!"

Beitrag ruft zahlreiche Reaktionen hervor

Bei ihren Followerinnen und Followern rief der Beitrag überwiegend positive Reaktionen hervor. "Wäre toll, wenn sich auch mehr so bekannte Leute gegen Faschismus einsetzen würden! Danke Frau Moschner", "Finde so gut, dass du laut bleibst und deine Reichweite so nutzt. Wir lieben Menschen wie dich", "Geile Aktion! Geiles Statement! Stabile Haltung! Ob sie es verstehen...? Bleibt zu hoffen" oder "Ruth, ich liebe deine Herangehensweise an das Thema. Vielleicht wird manchen Menschen endlich mal was klar" lauteten nur einige der Kommentare unter dem Beitrag.

Es fanden sich auch negative Stimmen, die sich wünschten, die Moderatorin würde sich nicht in die Politik einmischen. "Hallo Ruth, bleib bei deinen Leisten und misch dich nicht in die Politik ein", "Wie peinlich.., einfach den Job machen und nicht in Politik einmischen.., egal welche Richtung" oder "Diese politische Scheiße mancher Promis ist nur noch nervig" lauteten einige Beispiele.

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Moschner positioniert sich seit Jahren gegen die AfD

Moschner positionierte sich schon mehrfach deutlich gegen die AfD. Bereits in einem früheren Instagram-Beitrag richtete sie sich direkt an AfD-Wählerinnen und -Wähler unter ihren Followern. "Ich weiß, dass mir hier viele folgen, die die AfD wählen", schrieb sie beispielsweise im Juli dieses Jahres. Sie verstehe, dass die Partei "Versprechungen für ein besseres, günstigeres Leben" mache – doch die Wählerinnen und Wähler nähmen dafür "rassistische, antisemitische, menschenfeindliche Pläne in Kauf".

Zudem stellte Moschner die Finanzierbarkeit der AfD-Versprechen infrage: "Das Vorhaben ist schlicht finanziell nicht realisierbar. Alle Zahlen lassen sich widerlegen." Ihren Appell formulierte sie damals unmissverständlich: "Lasst euch nicht verarschen von einer Partei, die ein altes System hochhält." (red)

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