DAX +0,15 % 26.338,61 Pkt 18:00:00 MDAX +0,29 % 32.356,98 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,14 % 6.530,45 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,59 % 53.521,02 Pkt 18:56:16 S&P 500 -0,38 % 7.769,33 Pkt 18:56:15 Nasdaq -0,34 % 26.712,21 Pkt 18:56:16 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,98 % 4.481,00 USD 18:46:02 Silber +2,09 % 66,47 USD 18:46:06 Brent +0,77 % 89,20 USD 18:45:56 WTI +0,52 % 82,83 USD 18:46:10 Bitcoin +1,96 % 64.047,19 USD 18:56:15 EUR/USD +0,50 % 1,15930 USD 18:55:58 EUR/GBP -0,04 % 0,85460 GBP 18:56:17 EUR/CHF -0,04 % 0,93860 CHF 18:56:19 EUR/JPY +0,43 % 184,676 JPY 18:56:19

Ruveon: Bayer bündelt Glyphosat-Geschäft für den US-Markt

Wirtschaft

Ziel sei es, das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Markts auszurichten. Ruveon werde von St. Louis aus alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts verantworten, von der ​Preisgestaltung bis zur Produktion, bleibe jedoch Teil des Bayer-Konzerns. Bayer hat sich mit der milliardenschweren ‌Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto im ​Jahr 2018 eine ‌Klagewelle in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ‌wie ​Roundup eingehandelt. Im Streit über die Kennzeichnung der Risiken hat Bayer zuletzt allerdings einen wichtigen Sieg erringen können. Der Oberste Gerichtshof der USA entschied , Bayer könne nicht auf Basis des Rechts einzelner Bundesstaaten wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. In den USA seien einheitliche Markierungen von der Umweltbehörde EPA vorgeschrieben. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit dem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen sein. Trotzdem könnte es noch einen Vergleich geben Die Ausgliederung ist Teil eines ⁠im ⁠vergangenen Jahr vorgestellten Fünfjahresprogramms für die Agrarsparte Crop Science – kommt aber in auffälliger zeitlicher Nähe zu der Entscheidung des Supreme Court. Als eigenständige Einheit könne Ruveon agiler handeln und damit besser auf die ‌Wettbewerbsdynamik in dem von Nachahmerprodukten geprägten US-Markt reagieren, ​hieß es ‌weiter. »Der heutige Schritt ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unseres Fünfjahresprogramms«, sagte Brian Naber, Leiter von Crop Science für Nordamerika. »Mit dem Start von Ruveon bekräftigen wir ‌unser Engagement im Glyphosatmarkt.« Die neue Gesellschaft wird von Alfonso Alba Ordonez geleitet. Im Streit mit zahlreichen der Glyphosatklägern wiederum steht diesen Sommer noch eine Anhörung bezüglich der Genehmigung eines Vergleichs an. Bayer hatte im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden Dollar zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup in den USA geschlossen, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Darüber soll nun am 19. August statt wie ursprünglich geplant Anfang Juli verhandelt werden.

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