Ryanair: Fenster löst sich im Flug - Maschine nach Memmingen muss umkehren
Es müssen schreckliche Minuten gewesen sein, die die Passagiere am Freitagmorgen auf einem Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen erlebt haben. Denn kurz nach dem Start der Maschine in Griechenland, als sich das Flugzeug bereits in mehreren tausend Metern Höhe über dem Luftraum von Nordmazedonien befand, soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Scheibe im Passagierbereich des Flugzeugs zerbrochen sein. Ryanair selbst spricht davon, dass sich das Fenster „gelöst“ habe. Zuvor sei ein lauter Knall zu hören gewesen, berichtet eine Passagierin. Der Pilot kehrte daraufhin um und landete wieder in Thessaloniki. Die Passagiere kehrten dort ins Terminal zurück. Offenbar verhinderten Urlauber an Bord der Maschine zuvor eine Katastrophe: Laut der Augenzeugin hätten Mitreisende den neben der beschädigten Scheibe sitzenden Mann festgehalten. „Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster“, beschreibt eine weitere Frau, die den Zwischenfall miterlebt hat, gegenüber dem griechischen Rundfunk ERT die Situation. Den Helfern sei es dann gelungen, den Mann in die Kabine zurückzuziehen. Dort seien derweil die Sauerstoffmasken herabgefallen. Lesen Sie auch Ein Passagier nach Zwischenfall auf Ryanair-Flug verletzt Der betroffene Mann, laut griechischen Medien soll es sich um einen 61-jährigen Serben handeln, soll Verbrennungen und einen Schock erlitten haben und nach der Landung in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Zwischen dem Moment, in dem die Scheibe zerbrach, und der Rückkehr nach Thessaloniki seien etwa 20 Minuten vergangen. Wie das griechische Portal „thietanews“ berichtet, sollen nach einem Triebwerksausfall umherfliegende Teile das Fenster getroffen haben. Ryanair machte in einer ersten Stellungnahme zunächst keine Angaben zur Ursache des Zwischenfalls. Und auch die griechischen Behörden haben sich bisher nicht geäußert. Dem griechischen Rundfunk zufolge sollen allerdings Ermittlungen aufgenommen worden sein. Die Passagiere setzten ihre Reise nach Deutschland später mit einem anderen Flugzeug fort.