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Saalekreis wählt neuen Landrat: CDU-Mann Czekalla schlägt AfD-Bewerber Arendt

Nation

Saalekreis Nach Stichwahl: CDU-Mann Czekalla wird neuer Landrat Stand: 29.06.2026 12:35 Uhr Bei der ersten Wahl Anfang Juni bekam der CDU-Politiker Sven Czekalla nicht ausreichend Stimmen, um direkt Nachfolger des langjährigen Landrats Hartmut Handschak zu werden. Doch am Sonntag konnte er sich gegen Uwe Arendt von der AfD durchsetzen. von MDR SACHSEN-ANHALT Im Saalekreis ist ein neuer Landrat gewählt worden. Bei der Stichwahl am Sonntag gewann CDU-Kandidat Sven Czekalla vor seinem Mitbewerber Uwe Arendt von der AfD. Laut vorläufigem Ergebnis wählten Czekalla rund 54 Prozent der Wählerinnen und Wähler zum Nachfolger des amtierenden parteilosen Landrats Hartmut Handschak, der aus Altersgründen nicht mehr antrat. Auf Arendt entfielen knapp 46 Prozent der Stimmen. Czekalla spricht von "knapper Kiste" Nach dem Wahlsieg zeigte sich Czekalla erleichtert. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei eine "knappe Kiste" gewesen. Neben dem Fokus auf seine Person sei für den Erfolg in der Stichwahl auch die parteiübergreifende Unterstützung ausschlaggebend gewesen. Der 43-Jährige soll sein Amt zum 1. November antreten. CDU-Landeschef und Ministerpräsident Sven Schulze sprach von einem "guten Zeichen". Das Ergebnis zeige, dass die AfD die Mehrheit im Land nicht habe. Er nehme auch Rückenwind für die Landtagswahl mit, erklärte Schulze. Tillschneider: Briefwahl war ausschlaggebend Der AfD-Landtagsabgeordnete und Kreischef im Saalekreis, Hans-Thomas Tillschneider, sagte MDR SACHSEN-ANHALT zum Ergebnis der Stichwahl, die Briefwahlstimmen hätten den Ausschlag gegeben. Er betonte, AfD-Kandidat Arendt habe im Vergleich zum ersten Wahlgang Stimmen hinzugewonnen und ein starkes Ergebnis hingelegt. Kreiswahlleiterin: Vorkehrungen wegen Hitze getroffen Die Stichwahl war auch geprägt von der Hitze. Kreiswahlleiterin Dana Mahn sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Gemeinden und Städte hätten besondere Vorkehrungen getroffen. Bedacht worden seien auch mögliche medizinische Notfälle bei Wählern oder bei Wahlhelfern. Zum Teil hätten sich Wähler aufgrund der Hitze im Vorfeld für eine Briefwahl entschieden, erklärte die Kreiswahlleiterin. Geregelt worden sei zudem, dass Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr, die in vielen Fällen als Wahlhelfer beziehungsweise Wahlvorstände arbeiteten, im Fall von Bränden ausrücken könnten. Erste Wahl Anfang Juni Im ersten Wahlgang am 7. Juni hatte keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit erhalten. AfD-Politiker Arendt bekam damals mit etwa 43 Prozent die meisten Stimmen, dahinter lag CDU-Politiker Czekalla mit rund 37 Prozent. Kerstin Eisenreich von der Linken kam auf 13 Prozent. Der parteilose Lars Zaruba verzeichnete rund sieben Prozent. Wahlbeteiligung niedriger als bei erstem Durchgang Insgesamt waren nach Angaben des Landkreises mehr als 153.000 Bürgerinnen und Bürger zur Stichwahl berechtigt, 44,9 Prozent von ihnen gaben ihre Stimme ab. Anfang Juni lag die Wahlbeteiligung bei 49,3 Prozent. Der Saalekreis hat derzeit insgesamt rund 182.500 Einwohner. dpa, MDR (Norma Düsekow, Felix Fahnert)

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