Saarland: Unwetter fordert Feuerwehr-Einsätze - auch Saarbahn war betroffen
Freitag, 17. Juli, 5.35 Uhr: Unwetter über dem Saarland: Das hat besonders im Regionalverband Saarbrücken für zahlreiche Einsätze gesorgt. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Warnung vor schwerem Gewitter für weite Teile der Region herausgegeben. Starkregen, Sturm bis hin zu Orkanstärke und Hagel wurden am Donnerstag, 16. Juli, bis in den späten Abend hinein bei dem Extremwetter befürchtet. Ein Blitzeinschlag wurde im Stadtteil Rodenhof registriert, wobei Teile eines Schornsteins herabstürzten. Diese erwischten den Großraum rund um die saarländische Landeshauptstadt. Die Feuerwehr war zeitweise im Dauereinsatz. Mehr als 50 Mal war sie nach deren Auskunft gefordert. Die meisten Notrufe seien aus dem Osten der Stadt sowie aus Güdingen gekommen. Die Polizei meldete zwei witterungsbedingte Unfälle. Bei denen soll aber niemand verletzt worden sein. Auch die Saarbahn war betroffen: Ein Baum war auf die Oberleitung gestürzt. Demnach musste der Verkehr eingestellt werden. Als Ersatz pendelten Busse. Nach Unternehmensauskunft sollen die Züge aber wieder ab Freitagmorgen rollen. Zwischen Brebach und Saargemünd herrschte bis dahin Stillstand. Donnerstag, 16. Juli, 20.13 Uhr: Orkanartige Windböen, Regenschauer und starke Gewitter sind durch das gesamte Saarland gezogen. Dabei mussten Einsatzkräfte in einem Gebiet besonders häufig ausrücken – und im Regionalverband wurde eine wichtige Saarbahn-Linie lahmgelegt. Wie die saarländische Führungs- und Lagezentrale auf Anfrage mitteilt, mussten die Einsatzkräfte immer wieder wegen der Wetterbedingungen ausrücken. Über 20 Mal waren zum Teil Polizei und Feuerwehr allein im süd-östlichen Saargebiet untwerwegs. Vor allem Güdingen und Bliesgau seien betroffen gewesen. Laut der Lagezentrale waren vor allem umgestürzte Bäume für die Einsätze verantwortlich. Drei Mal seien Bäume auf parkende Autos gestürzt. Im Saarbrücker Stadtteil Malstatt ist ein Blitz in ein Haus eingeschlagen. Verletzt wurde dabei niemand. Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstag bis 21 Uhr eine amtliche Warnung der Stufe 2 (markantes Wetter) vor starkem Gewitter mit schweren Sturmböen bis zu 90 km/h und Starkregen ausgegeben. Auch Hagel sei lokal möglich. Die Stufe 2 bezeichnet markantes Wetter. Insgesamt gibt es vier Warnstufen – Stufe 4 gilt für Extremwetterlagen.