Sabotage in mehreren Bundesländern: Polizei veröffentlicht Fotos des Tatverdächtigen
Mit der Veröffentlichung von Fotos bittet die Polizei um Hilfe aus der Bevölkerung bei der Suche nach einem 48-Jährigen, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll. Das teilten Behörden in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen am Samstag mit.
Die Behörden fragen, wer den 48-Jährigen kennt, Hinweise zu seinem Aufenthaltsort oder sonstige Informationen zu den Anschlägen liefern kann. Hinweise werden über die Telefonnummer 0331-505950 und das Hinweisportal der Polizei Nordrhein-Westfalen entgegengenommen.
Am Freitag hatten Beamte in der Wohnung des Tatverdächtigen in Gevelsberg (NRW) Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando am Nachmittag im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.
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Am Dienstag waren Anschläge auf Umspannwerke bei Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt worden. Weitere verdächtige Vorrichtungen wurden später in Dormagen und Weisweiler entdeckt. Nach Angaben von Polizei und Netzbetreibern wurde dabei mit pyrotechnischen Geschossen leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen geschossen, um Kurzschlüsse zu verursachen. In der Umgebung wurden Abschussvorrichtungen gefunden.
Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen, wobei ein Zusammenhang noch untersucht wird. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.