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Sabrina Wittmann: FC Ingolstadt 04 trennt sich von erster Trainerin im Profifußball der Männer

Sport

Der FC Ingolstadt 04 hat sich von Trainerin Sabrina Wittmann getrennt. Sie hatte im Mai 2024 als erste Frau eine Profimannschaft im Fußball der Männer übernommen, nach einem enttäuschenden Saisonstart in der 3. Liga ist nun aber Schluss. »Ich hätte sehr gerne weitergemacht und den Weg mit einer Mannschaft voller außergewöhnlicher Charaktere fortgesetzt«, wurde die 35-Jährige in einer Vereinsmitteilung zitiert. »Leider ist das Vertrauen hierfür nicht mehr da und der Verein hat sich für eine andere Lösung entschieden.«

»Schwerer Rucksack« zu Beginn von Wittmanns Zeit

Wittmann, die zu Beginn ihrer Profikarriere 2011 selbst zwei Jahre für Ingolstadt aufgelaufen war, hatte das Team im Mai 2024 zunächst als Interims- und dann ab Juni als Cheftrainerin übernommen. Vor ihr hatte es im deutschen Profifußball der Männer noch nie eine Frau als Coachin gegeben. Anfang 2026 bekam Wittmann die DFB-Pro-Lizenz, im März dieses Jahres war ihr Vertrag sogar noch verlängert worden.

Zuvor hatte sie in einem Podcast eingeräumt, wie heftig sie den Druck als Pionierin im deutschen Fußball gespürt habe. Es sei ein »Rucksack« gewesen, sagte sie. »Der war schon ein bisschen schwerer, als ich gedacht hätte, um ehrlich zu sein.« Sie habe damals nicht die erste Frau sein wollen, die dann nach wenigen Wochen wieder entlassen werden würde.

Zuletzt hatte mit Marie-Louise Eta erstmals auch eine Trainerin einen Bundesligaclub gecoacht. Eta war in der vergangenen Saison für die letzten fünf Spieltage Chefin bei Union Berlin. Inzwischen trainiert sie das Frauenteam der Berliner.

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