Sachsen-Anhalt: AfD punktet vor Landtagswahl offenbar in allen sozialen Gruppen
Menschen aus allen sozialen Gruppen planen laut aktuellen Umfragen, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die Alternative für Deutschland (AfD) zu stimmen. »Mittlerweile, muss man sagen, findet die AfD Unterstützung in allen Bevölkerungsgruppen«, sagte Stefan Merz vom Meinungsforschungsinstitut dimap im Deutschlandfunk.
Stefan Merz schränkte ein, die AfD stütze sich auf einige soziale Gruppen weiterhin stärker. Die Daten zeigten nach wie vor einen idealtypischen AfD-Wähler: »ein männlicher Arbeiter mittleren Alters mit Haupt- oder Realschulabschluss, der eben nicht in Halle oder Magdeburg, sondern auf dem Land oder in einer Kleinstadt lebt«.
AfD auch unter Frauen stärkste Partei
Vor allem Männer gäben deutlich häufiger an, bei der Landtagswahl am Sonntag die AfD wählen zu wollen. Inzwischen schneide die Partei aber auch unter den Frauen am besten ab. Unter weiteren sozioökonomischen Merkmalen zeige sich ein ähnliches Bild. Demnach ist die AfD in dem Bundesland auch unter Älteren und Großstädtern zunehmend erfolgreich, ebenso wie unter Angestellten, Beamten und Abiturienten. Parteien, denen es gelingt, Wähler in allen sozialen Schichten und Gruppen zu gewinnen, werden oft als Volksparteien bezeichnet.
Die Wahlmotive haben sich laut dem Wahlforscher dagegen kaum verändert. Zuwanderung und Asyl werden am häufigsten als Grund genannt, die Partei zu wählen, die der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als »gesichert rechtsextrem« einstuft. Insofern habe Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Unrecht gehabt, als er im Sommerinterview am Sonntag sagte, Migration spiele bei den Landtagswahlen keine Rolle mehr.
Jeder Dritte noch unentschieden