Sachsen-Anhalt: Vorstrafen, rechte Netzwerke - wer für die AfD in den Landtag zieht
Berlin. Der Wahlerfolg der AfD verändert den Landtag von Sachsen-Anhalt grundlegend. Mit 39 von 83 Mandaten stellt sie künftig fast die Hälfte der Abgeordneten. 38 der 41 Wahlkreise gewann sie direkt. Zur absoluten Mehrheit fehlen ihr dennoch drei Sitze.
Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ist damit auf Partner angewiesen, wenn er Ministerpräsident werden will. „Morgen bekommt jede im Landtag vertretene Partei von uns einen Brief, wo wir zu Sondierungsgesprächen einladen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Montagabend in der MDR-Sendung „Fakt ist“.
Der Blick auf die neue AfD-Fraktion zeigt, warum diese Suche schwierig werden könnte. Unter den Abgeordneten finden sich Politiker mit Vorstrafen, Stasi-Vergangenheit und Verbindungen zu rechtsextremen Netzwerken. Zum Vergleich: Bei den 15 CDU-Abgeordneten sind keine Vorstrafen oder hauptamtlichen Stasi-Tätigkeiten bekannt.